Die Stille war zu spüren und die Blicke waren fassungslos und die Freunde wussten nicht, wie sie dies alles überlebt hatten. Emilia Jones Augustin war tot und auch alle anderen Sektenmitglieder waren gefangen genommen worden oder in Schusswechsel getötet worden. Die Bedrohung welche Jahre lang über Ihnen lag war beendet.
Nun ging es darum die Ereignisse auf zu arbeiten und Konsequenzen aus diesen zu ziehen. Viel zu leicht waren zu angegriffen und fast ausgeschaltet worden eine ganze Behörde kurz vor dem Abgrund.
Eine weitere Beförderung wartete auf Jesper er wurde Chiefinspector des New Scotland Yards und hatte so auch endlich den Rang, der Ihm als Abteilungsleiter zu stand. Auch sein Freund Walter wurde befördert und bekam eine neue Abteilung zu gewiesen. So waren sie in verschiedenen Bereichen tätig, das erste Mal seit geraumer Zeit gingen die beiden Männer verschiedene berufliche Wege. Jesper leitete nun die Abteilung für Kapitalverbrechen und Walter hatte sich eine ruhigere Abteilung in der Wirtschaftskriminalität ausgesucht. Sie würden sicher weiterhin zusammen arbeiten aber nicht wie gewohnt jeden Tag. Dies war ein Wendepunkt in Ihrer Geschichte. Ein guter Wendepunkt, denn die beiden Männer und Ihre Familien waren zu einer großen Einheit geworden und privates und berufliches hatte sich häufig vermischt.
Sie wollten Ihre Freundschaft schützen und gingen daher verschiedene Wege. Walter war mitten im Sturm aus New York wiedergekehrt und stand vor einem Chaos in dem Jesper die Ordnung aufrecht erhielt. Dies hatte er von seinem Freund in dieser Form nicht gedacht.
Jesper hingegen war müde, seine Gedanken drehten sich nur noch um seine Urlaubsplanung. Ja Urlaub ohne einen Fall ohne Arbeit dies wäre sein aktuell größter Traum, doch dieser muss warten, denn der Angriff von Emilia hatte gezeigt, dass Sie nie darauf vorbereitet, waren einem solchen Angriff Stand zu halten. Viel Glück und Jespers analytischer Verstand hatten Sie vor dem schlimmsten bewahrt.
Die Wochen zogen ins Land mit vielen Meetings, Antiterror-Konferenzen und endlosen Diskussionen. Dies war nicht die Arbeit die Jesper und Walter im Gedanken hatten, als beide dem New Scotland Yard beigetreten waren. So unterschiedlich die beiden Männer auch waren so einig waren Sie sich, wenn es um Gerechtigkeit ging und wie man diese erreicht. Durch Taten und nicht durch Diskussionen.
Weitere zwei Monate vergingen, bis die ersten Beschlüsse getroffen wurden. Walter und Jesper sollten die neu gegründete Antiterroreinheit führen, doch beide Männer hatten genug von großen Verschwörungen und Gewalt, so lehnten beide ab und gingen zurück in die von Ihnen gewählten Abteilungen.
War Jesper bereits müde vor den ganzen Meetings hatte er nun das Gefühl im Stehen einschlafen zu können. Es war nicht so, dass er wirklich müde war sondern er war erschöpft und benötigte eigentlich eine Pause. Diese wurde Ihm aber nicht zugestanden den kaum war er mit den Monaten an Meetings fertig gab es bereits die nächsten Fälle. Auch die Aufarbeitungen der Vorkommen rund um Emilia würden noch Monate dauern und solange würde Jesper keine Ruhe bekommen. Das Leben normalisierte sich sehr langsam und auch Jespers Kraft kehrte im gleichen Tempo zurück. Je mehr er mit Emilia abschließen konnte um so besser ging es Ihm.
Doch noch belastete Ihn ein Punkt, den er unbedingt mit seiner aktuellen Frau besprechen musste. In den letzten Monaten hatte sie wenig Zeit für sich gehabt und Melinda hatte sich stark zurück gezogen. Selbst das gemeinsame Frühstück war nur noch still und ungemütlich. Jesper wollte sie nicht verlieren und so fasste er eine Endscheidung. Zwei Stunden vor Dienstende ging er zur Datenanalyse und holte Melinda von Ihrem Arbeitstisch weg. Er meldete Sie bei Ihrem Vorgesetzen ab und beide verließen den Yard.
15:00 London in einem kleinen Park in der Nähe des Jones Hauses.
„Hier Melinda hat damals alles wirklich angefangen. An diesem Kriegsdenkmal hatte ich erst verstanden, wer Emilia wirklich war. Es hatte mir sehr weh getan und ich flüchtete mich in meine Arbeit. Dasselbe habe ich in den letzten Monaten gemacht. Ich wollte mit dieser Person endlich abschließen und mein Leben mit Dir leben, wie wir es angefangen haben. Leider habe ich Dir dabei ein Gefühl vermittelt, welches nie meine Absicht war.
Melinda ich liebe Dich und will Dich nicht verlieren, daher habe ich Dich an den Anfang meiner Geschichte gebracht. Noch nie in meinem Leben habe ich dies hier einer anderen Person gezeigt.“ Endete Jones Monolog und er ging auf das Kriegerdenkmal zu.
Er tippte an zwei stellen und ein Tür öffnete sich lautlos. Sofort nahm er Ihre Hand und führte Sie durch die Tür, welche sich direkt hinter Ihnen wieder schloss. Lichter gingen an und Melinda begriff was er Ihr zeigte. Ein alter Kriegsbunker ausgebaut mit der modernsten Technik keine zwei Straßen entfernt von Ihrem gemeinsamen zu Hause.
Pläne von London und Fluchtrouten waren an den Pinnwänden zu sehen.
„Jesper wann hast Du dies hier entdeckt?“ fragte sie Ihn.
„Vor einer Woche als ich ein Brief erhielt. Du wirst Dich erinnern, dass ich mit diesem sehr schnell im Büro verschwand.“ Antwortete Jesper.
Melinda nickte nur und schaute sich um. Aber was bedeutet dies nun?
Jesper hob eine Urkunde auf und Melinda verstand. Bereits vor Jahren hatte Emilia diesen Bunker und auf Jesper überschreiben lassen ohne sein Wissen. Somit gehörten Ihnen dieser Bunker. Doch was wollten Sie damit machen und wie sollten Sie erklären, dass die Planung des Sturms in einem Gebäude geplant wurde welches keine zwei Straßen entfernt von Ihrem Zuhause und auf Jespers Namen lief.
Viele alte Bunker wurden in den 1990 Jahren an private Personen verkauft. Doch damals war Jesper noch mit Emilia zusammen und sie waren ein glückliches Paar oder hatte dort schon die Täuschung begonnen. Melinda sah in Jespers Gesicht, dass er genau die gleichen Gedanken hatte.
„Was machen wir nun mit diesem Ding und den ganzen Beweismitteln?“ Fragte er laut.
Lange guckten sich die beiden nur an und überlegten. Als plötzlich Melinda anfing alle Beweise zusammen zu sammeln und diese dem Kamin zu übergeben.
„Jesper ich habe genug von dieser Frau und Ihren Rätseln. Ich will von Ihr befreit sein und weiterhin mein Leben mit Dir verbringen. Wenn Wir dies hier weitergeben, werden wir Sie nie los und glaube genau dies war Ihr Plan.“ Flüsterte Melinda zu ende.
Jesper war der gleichen Meinung, klar diese Beweise würden vieles erklären aber auch viele Fragen aufwerfen. Wieso der Bunker so nah an seiner Wohnung war, ob er involviert war und so weiter. Jones hatte keine Angst vor diesen Fragen. Denn er konnte alles Nachweisen und seine Unschuld war eindeutig. Doch auch er wollte mit dem Kapitel Emilia abschließen.
So verbrachten die Eheleute damit den Bunker zu reinigen keins dieser abscheulichen Manifeste sollte überlegen. Auch die Datenbestände der vorhandenen Server wurden bereinigt dies war Melindas Aufgabe denn als Analystin kannte Sie sich wesentlich besser mit der Technik aus als Ihr Mann Jesper.
Doch ein Frage blieb was machen wir nun mit der ganzen Technik und dem Bunker?
Jesper hatte sich dies bereits überlegt und eine Überraschung fehlte noch, die er offenbaren musste.
„Melinda eins muss ich Dir noch zeigen komm mal bitte her“ bat er seine Frau
Sie standen vor einer großen Feuerschutztür mit der Aufschrift: ZuHause
Jesper öffnete die Tür und Licht schaltete sich an. Melinda guckte in einen langen Gang und hatte bereits beim ersten Anblick einen sehr mulmiges Gefühl denn sie ahnte was dieser Gang bedeutete.
Still Hand in Hand gingen die beiden den Gang entlang bis Sie vor einer weitere Tür kamen. Diesmal jedoch ohne Aufschrift. Melinda war es die die Tür öffnete.
Ein Regal schob sich zur Seite und die Tür ging auf. Die Jones befanden sich in Ihrem Keller. Nur einen Raum entfernt von Jespers Büro. Sie hatten diesen Raum als Lager für Nahrungsmittel genutzt und keiner der beiden hatte eine Idee was hinter den Regalen versteckt war.
Jesper guckte seine Frau an und fing an zu reden: Melinda ich habe eine Idee für den Bunker und ich habe diesen auch schon mit Kimberly Kain besprochen. Du weißt ja Sie hat mein Datenbank und Fallsystem erstellt. Die Server und Technik im Bunker kann es locker mit allem, was wir im Yard nutzen aufnehmen, wenn nicht sogar diese übertreffen. Ich will diese Kraft nutzen. Kimberly wird sich um die Anlagen kümmern und unser Fallsystem auf die Server ausweiten. Die Kosten für den Bunker muss uns keine Sorge machen, denn wie ich festgestellt habe, ist dieser komplett autark.“
„Jesper was willst Du denn mit dieser Kraft wie Du sie nennt anfangen Du bist kein Ermittler mehr, Du bist Chiefinspector des New Scotland Yard“ widersprach Sie Ihm.
Er zog einen großen Zettel aus einer Mappe und Melinda erschrak.
Beschluss des Parlamentes: Chief Inspector Jesper Jones wird befördert in den Rang eines Geheimdienst Commanders. Er wird damit beauftragt einen Antiterror Geheimdienst auf zu bauen. Seine Tätigkeit im New Scotland Yard dient Ihm als Tarnung für seine neue Aufgabe. Mitarbeiter und Einrichtung werden Ihm gestellt soweit notwendig. Die benötigten Berechtigungen für Geheimdienste werden Mr. Jones mit dem heutigen Tage erteilt. Der Name des Dienstes wie auch seine Mitarbeiter obliegen der Auswahl von Mr. Jones. Mr. Jones ist weisungsbefugt gegenüber den örtlichen und landesweiten Polizeibehörden. Des Weiteren ist Mr. Jones direkt dem Innenminister unterstellt, auch beim Wechsel des Ministers ändert sich an dieser Konstellation nichts.
Melinda schluckte. Ihr Mann sollte einen Geheimdienst leiten und aufbauen und nun verstand sie, was Jesper mit dem Bunker vor hatte. Doch wie sollten die ganzen Mitarbeiter in diesen gelangen. Sowohl am Denkmal wie auch bei Ihnen würde das Kommen und Gehen zu viel Aufmerksamkeit hervorrufen.
„Der Eingang am Denkmal wird geschlossen. Dieser hier wird nur Walter, Dir und Mir zugänglich sein. Wir haben bereits zwei Straßen weiter ein Bürogebäude gekauft. Einige der Angestellten werden dort Ihrer Arbeit nachgehen genauso wie bei uns im Yard. Andere werden im Bunker Arbeiten. Am Tunnel zum Gebäude wird bereits gebaut. Ich konnte es Dir leider nicht vorher sagen, da ich noch keine Endscheidung getroffen hatte.“ erklärter Jesper.
Melinda war fassungslos was würde dies nun für Sie und Ihne bedeuten? Doch Sie konnte den Gedanken gar nicht zu Ende denken als Jesper bereits wieder ansetze.
„Melinda mein Schatz Du wirst mit Kimberly die Analyse und IT leiten. Walter wird die Ermitlungsgruppen leiten und ich werde alles zusammen halten. Walter hat bereits unterschrieben und auch einige andern Kollegen werden uns in den neuen Dienst folgen. Das Gebäude wird offiziell als neue Zweigstelle des Yards ausgegeben. So behalten wir in der Öffentlichkeit unsere bisherigen Jobs“ endete Jesper erneut.
Melinda merkte Ihr Mann hatte sich wirklich Gedanken gemacht und alles sehr gut geplant. War Sie damit einverstanden? Sie wusste es noch nicht. Sie hatten noch nie Geheimnisse gehabt und Melinda hatte einen faden Beigeschmack bei dieser Entdeckung. Aber Sie war sich bereits klar, dass auch Sie Ihrem Mann in den neuen Dienst folgen würde.
„Ja Jesper, Du hast Recht. Ich bin nicht zufrieden, dass Du mir dies verheimlicht hast aber ich werde es verschmerzen und ich werde meinen Posten antreten sobald Du mich bei Dir haben willst.“ Melinda lächelte und nahm Ihren Mann in den Arm.
Drei Monate später:
Jesper bezog sein neues Büro. Es fühlte sich komisch an nun der Chef eines Geheimdienstes zu sein. Offiziell war er immer noch Chief Inspector des Yards und sein Umzug ins neue Gebäude wurde damit begründet, dass die Major Crimes mehr Platz brauche und unter Jesper noch wachsen sollte.
Ein bekanntes Gesicht kam ins Büro. Agent Stone vom MI6 stand vor Ihm und meldete sich zum Dienst. Wie Jesper nun wusste hier der Mann Leeland Turner mit bürgerlichem Namen.
„Leeland schön Sie zu sehen gefallen Ihnen die neuen Räumlichkeiten und was kann ich für Sie tun?“ erkundigte sich Jesper.
„Commander es ist Tradition bei den englischen Geheimdiensten am Tag der Namensfindung wie auch am ersten Diensttag, dass sich alle leitenden Agenten beim Commander einfinden und die entsprechenden Urkunden mit unterzeichnen“ erläuterte Leeland seinem Chef.
Ah das war es dachte Jesper, plötzlich ging die Bürotür auf und neben Melinda, Kimberly und Walter kamen weitere fünf Personen mit einem Lächeln auf Ihn zu. Alle grüßten Ihn mit seinem neuem Titel.
Jesper hatte sehr lange im Stillen über den Namen des neuen Dienstes nachgedacht es sollte kein weiterer MIX werden, sondern was Neues. Er holte die Gründungsurkunde hervor in der nur noch der Name des Dienstes und die Unterschiften fehlten. Zu Jespers Verwunderung betrat in genau diesem Moment der Innenminister das Büro.
Jesper schaute Ihn verdutzt an und doch fühlte es sich richtig an.
„Wie einige wissen war ich in den letzten Jahren massiv in alle Vorkommen involviert und niemand hätte mir das Ergebnis dieser Vorkommen beschreiben können. So führte mich mein Weg und der vieler hier vertretenden Personen zusammen zu diesem Moment. Ich danke dem Herrn Minister für diese Möglichkeit. Nun aber zurück warum wir hier sind ein Name muss gefunden werden und ich habe mir hier lange Gedanken gemacht.“ Jesper pausierte seine Rede kurz und schaut in die Gesichter seiner Mitarbeiter und Freunde.
„Ein neuer und vor allem anderer Geheimdienst erblickt heute das Gesicht der Welt. Wir werden auch das Unmögliche ernstnehmen und hier einen besonderen Blick auf unser Land werfen. Meine Inspiration für den Namen habe ich in Fantasy und SciFi Romanen gefunden, denn vieles was wir bearbeiten werden ist für normale Menschen genau dies.
Somit will ich die Anwesenden nicht länger auf die Folter spannen. Ich werde nun unseren Namen in die Urkunde einfügen und Ihn danach laut vorlesen“ beendete er seine Ansprache.
Jesper nahm den Tintenstift und schrieb ein Wort und eine Zahl auf das Pergament.
Cube 117
„Wir sind Cube 117! Cube weil der Würfel immer mit dem Schicksal verbunden ist und 117 weil es genau 117 Monate waren, die wir gegen den Sturm und seine Vorkommen gekämpft haben.“ Erläuterte Jesper
117 Monate seitdem ersten Tot von Emilia und allen darauf folgenden Vorkommen hatte Jesper lange beschäftigt. Aber nicht nur Jesper auch viele seiner jetzigen Freunde und Mitarbeiter hatten Berührungspunkte zu Ihm oder zu den Fällen in dieser Zeit gehabt.
Ohne Worte gingen die Anwesenden zur Urkunde hoben den Tintenstift auf und setzten Ihre Unterschrift unter die Gründungsurkunde. Auch der Minister unterschrieb diese.
Das Original würde digitalisiert und danach in den Tresor des C117 gehen. Eine weitere Kopie würde in den Tresor des Innenministeriums gehen.
Damit war ein neuer Geheimdienst gegründet der C117 oder auch Cube 117.
Niemals hätte Jesper sich dies auch nur in seinen kühnsten Träumen ausmalen können. Er was als Wissenschaftler gestartet zum Privatdetektiv geworden und schlussendlich sogar der Behörde beigetreten, welche er jahrelang am meisten verachtete, da Sie in seinen Augen nie Ihrer Aufgabe gerecht wurde. Doch auch wenn dies schon sehr unwahrscheinlich war, hätte man Ihm vor 9 Jahren auch nur eine dieser Entwicklungen vorhergesagt, hätte er jeden ausgelacht. Nun aber war was noch unwahrscheinlicheres Geschehen. Ein komplett neuer Geheimdienst wurde gegründet und er war der Chef.
Jesper fragte sich, wann er wohl falsch abgebogen war, dass aus einem Psychologen erst ein Polizist und nun ein Geheimdienstler wurde. Natürlich schmunzelte Jesper dabei, denn selbst er konnte dies schwer fassen. Doch dies würde in den kommenden Wochen und Monaten sicher besser werden.
Jesper hatte eine Aufgabe und zum Glück hatte er genau die richtigen Mitstreiter gefunden. Walter König, Leeland Turner, Melinda Jones seiner Frau und auch Kimberly Kain seine Assistentin waren an Board. Er war sich sicher, dass mit diesen Menschen zusammen sie alle Fallstricke umschiffen konnten.
„Meine lieben Freunde, Herr Minister, wehrte Agents hier mit nehmen wir unseren Dienst auf. Unsere Aufgaben werden auch Ihnen manchmal sehr fantastisch vorkommen. Doch ich kann Ihnen versichern zu 99% ist alles Übernatürliche entweder Wissenschaft, die uns noch unbekannt ist oder noch einfacher von Menschen manipuliert.“ Kurz pausierte Jones erneut seine Ansprache. Ein Gefühl wie eine Wiederholung hatte Ihn erfasst.
„Daher werde ich Ihnen nun unser Dienstmotto vorstellen.“ Ergänzte er und ging zur Wand hinter seinem Tisch. Dort war das neue Logo und ein Schriftzug eingelassen worden. Das Logo zeigte einen Engel, welcher in der einen Hand ein Buch hielt und in der anderen Hand eine Kampflanze. Darum geschrieben in lateinischen Wörtern stand:
„Abyssus abyssum invocat“
was so viel bedeutet wie
„Eine Tiefe ruft eine andere Tiefe nach.“
„Dies soll uns daran erinnern, dass Irrtümer zwar weitere schaffen können, wir aber hier sind, um diese zu vermeiden und zu entwirren“ erklärte Jesper kurz.
Damit war alles gesagt was an diesem Tag wichtig war. Jones und seine Gäste gingen aus dem Büro und gingen zu dem großen Saal des Hauses. Dort sollten später mal Konferenzen und Workshops stattfinden. Heute gab es hier ein offizielles Diner zur Eröffnung der neuen Yard Außenstelle mit Prominenz und Politik. Nur die unterzeichnenden Personen wussten wirklich was hier heute gefeiert wurde.
Als erstes sprach der Bürgermeister und der Chief der Chief’s des New Scotland Yard. Dieser wusste natürlich, dass dies hier keine normale Dienststelle war. Außer Ihm wussten aber selbst der Bürgermeister und andere Amtsträger nur was auf den Plakaten stand. Diner zur Eröffnung der neuen New Scotland Yard Zweigstelle.
Auch Jesper hielt eine kurze Ansprache und dankte seinen Vorgesetzten für die neue Dienststelle und deren Möglichkeiten.
Nach dem Essen gab es noch Unterhaltungsprogramm von örtlichen Musikern und Künstler und so endete der Abend spät in der Nacht.
Die Gäste verließen langsam das Gebäude und die Aufräum- und Umbauarbeiten begannen von neuem. Morgens um acht Uhr war der Saal wieder leer und der erste offizielle Dienst begann.
Jesper und Melinda waren gar nicht erst nach Hause gefahren, sondern hatten bei Jesper im Büro übernachtet. Auf keinen Fall wollten Sie am ersten Tag zu spät sein sondern als Beispiele vor allen anderen im Dienst sein. Dies funktionierte allerdings nur so halb gut da Kimberly Sie um neun Uhr weckte mit einem Kaffee und Frühstück.
„Danke Kimberly, aber Du weißt das ist eigentlich nicht Deiner Aufgabe.“ Sagte Jesper zu Ihr.
„Aber Commander Jones, offiziell bin ich weiterhin Ihre Assistentin immerhin habe ich keine polizeiliche Ausbildung.“ Grinsend lies Sie das Tablet stehen und verließ das Büro.
Jaja meine Assistentin, dachte Jesper. Melinda grinste Ihne an als wolle Sie sagen: Na bereust Du es schon uns angestellt zu haben? Doch nichts davon kam aus Ihrem Mund.
Nein er bereute es nicht denn so hatte er die beiden Frauen an seiner Seite welche Ihn in den letzten Jahren immer unterstützt hatte und dies wollte er nun auf diese Art weitergeben. Kimberly würde bald in die, wie sie so schön sagte polizeiliche Ausbildung gehen. IT technisch war Sie eh allen anderen Über.
Walter hatte die Ermittler übernommen und Leeland war für die Zusammenarbeit mit den anderen Behörden zuständig. Alles lief an wie er es sich gewünscht hatte.
Jesper Jones war wirklich zufrieden wie seit Jahren nicht mehr. Denn hier würde er eine Behörde schaffen, welche für die Menschen arbeitet. Eine Behörde welche sich auch Einzelschicksale zu wenden würde. Denn wie er allein aus seinem Fall gelernt hatte, können kleine Dinge viel Größere beeinflussen bzw. auslösen. Dies wollte er nie vergessen. Genau aus diesem Grund hatte er das Motto des Dienstes gewählt. Es schien nicht wirklich passend, doch wenn man die Geschichte bis hier hin kannte, konnte es nichts Passenderes geben.
Mit diesem Gedanken schloss Jesper seine Grübelei ab und widmete sich dem Frühstück. Gestärkt ging er und Melinda dann auch direkt an Ihre Arbeit.
