{"id":7071,"date":"2025-12-26T15:31:23","date_gmt":"2025-12-26T14:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?post_type=docs&#038;p=7071"},"modified":"2026-04-12T12:06:21","modified_gmt":"2026-04-12T10:06:21","slug":"ein-sturm-zieh-auf-jesper-jones-25","status":"publish","type":"docs","link":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-03\/ein-sturm-zieh-auf-jesper-jones-25","title":{"rendered":"Ein Sturm zieh auf (Jesper Jones 25)"},"content":{"rendered":"\n<p>Melinda befand sich immer noch mit Walter in New York und Jesper hatte somit nun schon seit 8 Wochen die Leitung \u00fcber die Abteilung im Yard. Der letzte Fall hatte Ihn emotional angegriffen und die Spuren waren deutlich zu sehen. Jesper war m\u00fcde und Melinda fehlte Ihm. Er kam abends nach Hause in ein leeres Haus. Fr\u00fcher hatte Ihm dies nichts ausgemacht, aber mittlerweilen war Jesper einfach nicht mehr daran gew\u00f6hnt komplett allein in seinem Haus zu sein. Es f\u00fchlte sich kalt und still an wen Melinda nicht da war.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich mochte er auch mal Ruhe und zog sich dann meist in sein altes B\u00fcro im Keller zur\u00fcck. Der Unterschied lag einfach daran, dass er direkt zu Ihr gehen konnte, wenn er das Verlangen hatte. Jesper f\u00fchlte sich nicht einsam, nein er f\u00fchlte sich allein. F\u00fcr Ihn war dies ein Unterschied, denn Melinda war halt nur \u00f6rtlich nicht da aber immer noch in seinem Leben, dies machte f\u00fcr Ihn den Unterschied zwischen einsam und allein sein aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Am heutigen Morgen war er zu sp\u00e4t aufgestanden und hatte daher sein Fr\u00fchst\u00fcck ausgelassen, um nicht mit gro\u00dfer Versp\u00e4tung in den Yard zu kommen. Auch nach den mittlerweilen etlichen Jahren war es immer noch komisch. Er Jesper Jones Psychologe und Professor f\u00fcr Psychologie gab seine Professur auf um Detektiv zu werden nach dem Verschwinden seiner ersten Frau und nur wenige Jahre danach ist er Oberinspektor beim New Scotland Yard in London. Mittlerweilen hatte er den Nachweis erhalten, dass er als Profiler arbeiten, durfte auf Grund seiner vorherigen Berufsausbildungen, einen Test musste er trotzdem absolvieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper war sehr stolz auf seine Erfolge und er war sich sicher auch seine Eltern w\u00e4ren stolz auf Ihn gewesen. Sein Vater ein alter Postbeamter wie er im Buche stand und seine Mutter eine Lehrerin f\u00fcr die deutsche Sprache hatten nie verstanden, wieso er an der Universit\u00e4t blieb und nicht als niedergelassener Psychologe arbeiten wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>So in der Reflektion der letzten 10 Jahre war sich Jesper hier auch nicht mehr sicher, aber diesen Gedanken schob er direkt wieder zur Seite. Das Auto n\u00e4herte sich dem Yard und der Taxifahrer blieb vor dem Haupteingang stehen. \u201eJesper wir sind da ich w\u00fcnsche noch einen sch\u00f6nen Tag, die Fahrt geht wie immer auf Deine Rechnung\u201c sagte der Fahrer. Jesper bedankte sich und machte sich auf den Weg in sein B\u00fcro.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones kam nicht mal bis zur Eingangst\u00fcr da rannten Kollegen aus der T\u00fcr und schrien wild um sich. Er war noch zu weit weg, um ein klares Wort zu verstehen, doch die Gesten der Kollegen signalisierten. WEG SOFORT WEG.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter Personen wurden geordnet, aber schnell aus dem Geb\u00e4ude gef\u00fchrt und wenn er dachte es w\u00e4ren endlich alle raus kam die n\u00e4chste und wieder die n\u00e4chste Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war eindeutig das Geb\u00e4ude des New Scotland Yard in London wurde evakuiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper griff zu seinem Diensttelefon und rief seinen Chef den Commissioner an, um sich zu erkundigen was hier los war und wie er sich jetzt verhalten sollte. Immerhin hatte er die Verantwortung f\u00fcr alle Kollegen seiner Abteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gespr\u00e4ch war so kurz, dass selbst Jesper verwundert war. Seine Abteilung war bereits evakuiert und der Commissioner befand sich auch nicht mehr im Geb\u00e4ude. Man habe heute auch gar nicht mit Ihm gerechnet, da die Kollegen sich sicher waren er w\u00e4re heute im Au\u00dfendienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper wunderte sich \u00fcber diese Aussage sehr, aber er war sich sicher, dass hier einer seiner Kollegen Ihn sch\u00fctzen wollte, denn er war trotz all der Eile 30 Minuten zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Oberinspektor Jesper Jones war nie zu sp\u00e4t auch nicht mal eine Minute. So hie\u00df es im Yard und darauf war er auch sehr stolz.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wusste er aber immer noch nicht warum das Polizeigeb\u00e4ude ger\u00e4umt wurden, denn sein Chef hatte Ihm nur mitgeteilt, dass er sich bitte in die Au\u00dfenstelle begeben mag und Ihn dort treffen w\u00fcrde. In welcher hatte der Chef nicht mitgeteilt und dies war nun sein prim\u00e4res Problem, denn es gab allein in London City 5 weitere Au\u00dfenstellen, die der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich waren und weitere 10 welche nicht offensichtlich dem Yard zugeordnete werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu welcher sollte Jesper denn nun gehen? Er entschied sich daher den anderen Beamten zu folgen und hoffte, dass diese in die gleiche Stelle abgeordnet wurden. Es w\u00e4re nat\u00fcrlich m\u00f6glich gewesen nochmal das Mobile zu nutzen und sich beim Chef direkt zu erkundigen, wo er denn nun hin m\u00fcsste aber wie man das kennt , dies w\u00e4re zu einfach gewesen. Somit kam Jesper nat\u00fcrlich nicht am richtigen Ort an und musste dort sich mit dem Wachhabenden auseinander setzten, um die entsprechende Information zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit dauerte es zwei Stunden, bis Jesper endlich im richtigen B\u00fcrokomplex erschien und direkt von seinem Chef mit einem \u201e Ach, wie sch\u00f6n der Herr Oberinspektor ist auch mal angekommen\u201c begr\u00fc\u00dft wurde. Jesper antwortete nicht, denn egal was er nun sagen w\u00fcrde, es konnte nur falsch sein. Danach wandte er sich von Jesper ab und begann ein Gespr\u00e4ch mit einer Gruppe von weiteren Personen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das B\u00fcro, in dem er nun war, war eingerichtet wie eine Kommandozentrale aus diesen Actionfilmen, welche die heutige Jugend sich so gern anguckte. Auch f\u00fcr Ihn war dies sehr beeindruckend. Sein Chef unterhielt sich gerade mit Personen der Stadtverwaltung und des Katastrophenschutzes. Jones hat diese Menschen leider schon viel zu oft gesehen und konnte Sie daher sehr gut den einzelnen Aufgabenbereichen zu ordnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es dauerte eine Weile, bis ein gro\u00dfes Meeting mit allen Beteiligten organisiert und eingeleitet werden k\u00f6nne. Jesper hatte in dieser Zeit nichts zu tun und so suchte er die erst einmal die Kantine auf und besorgte sich einen Kaffee und ein Br\u00f6tchen. Nach dem Genuss dieser kleinen Unterbrechung ging er zur\u00fcck ins B\u00fcro, wo bereits alle Vorbereitungen abgeschlossen waren. Er setzte sich auf den Ihm zugewiesenen Platz und wartete auf den Beginn des Meetings. Das ganze Meeting dauerte fast vier Stunden und wie Jesper f\u00fcr sich zusammenfasste war dies auch wirklich notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Morgen erreichte den New Scotland Yard und der Stadtverwaltung gleichzeitig ein Video, in dem mehrere Anschl\u00e4ge auf staatliche Institutionen angek\u00fcndigt wurden. Diese sollten den Verantwortlichen zeigen, wie ernst die Gruppe hinter diesen es meinte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab keine Forderungen nur die Ank\u00fcndigung und eine Botschaft, dass man in K\u00fcrze sich melden w\u00fcrde. Es wurde sogar darum geben einige Geb\u00e4ude zu r\u00e4umen und zu sichern damit hier keine zivilen Verluste eintreten w\u00fcrden. Denn der Staat und nicht seine Bev\u00f6lkerung w\u00e4re der Feind.<\/p>\n\n\n\n<p>Al dies erinnerte stark an die historischen Attentate von irischen Terrorristen Ende der 1900er. Dies war aber auszuschlie\u00dfen, denn damals wurden zivile Opfer toleriert. Hinzu kam das Jesper sich aus einem Ihm nicht bekannten Grund sich absolut sicher war, dass hier was ganz anderes vor ging als eine Attentatswelle. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde Ihm dies niemand glauben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jones war froh das Walter und Melinda in New York waren und von der ganzen Aufregung nichts mitbekommen w\u00fcrden diese hatten Ihre eigenen Probleme mit Ihrem Fall wie er vermutete.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum war er zur\u00fcck in der Zentrale passierte es, von allen bedrohten Geb\u00e4uden kam die Best\u00e4tigung das sie ger\u00e4umt wurden. Die letzten Beamten zogen sich gerade zur\u00fcck als es mehrere laute&nbsp;Knallen&nbsp;gab und auf Ihrem Monitor eine evakuierte Schule mit einer riesengro\u00dfen Explosion im nichts verschwand. Kein weiteres Geb\u00e4ude nur eine Middle School. Alle guckten sich verwundert an denn es traf das Geb\u00e4ude, welche die Risikomatrix nicht bedacht hatte. Nat\u00fcrlich hatte man es trotzdem evakuiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle guckten sich ratlos an. Was war hier gerade passiert? Jesper erholte sich am schnellsten? \u201eWieso die Schule und wieso nicht die Bank oder unser Geb\u00e4ude? Und verdammt noch eins da muss doch wer vor Ort gewesen sein so viel Gl\u00fcck mit der Evakuierung k\u00f6nnen wir nicht gehabt haben\u201c \u00e4u\u00dferte er laut.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper sollte Recht behalten, denn noch kurz vor Ende der Evakuierung fuhr ein kleiner Transporter mit der Aufschrift: \u201eImperial Cleaning\u201c vor und parkte unweit der Schule. Die Sch\u00fcller gingen geordnet mir Ihren Lehrern zu Ihrem Evakuierungsspot, welcher durch die Polizei festgelegt wurde. Die Sch\u00fcler mussten zwei volle Kilometer laufen und genau in der Sekunde wo die Kolone an Sch\u00fclern und Lehrern um die Stra\u00dfen Ecke gingen fuhr der Transporter an und die ersten Explosionen waren zu h\u00f6ren. Keinem Polizisten und auch keinem anderen Menschen war dies aufgefallen. Nur eine kleine \u00dcberwachungskamera eines Elektronikladens nahm dies auf. Dies konnte niemand wissen und auch die Insassen des Transporters hatten diesen kleinen Fehler nicht bemerkt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Zentrale des New Scotland Yard klingelt ein Telefon und durch einen anscheinenden Zufall ging nat\u00fcrlich Jesper an dieses.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e Ah Mister Jones sch\u00f6n, dass Sie dran gehen Sie haben unser Werk ja sicher schon gesehen. Wir werden ab jetzt jede Stunde ein \u00f6ffentliches Geb\u00e4ude sprengen, egal ob es evakuiert ist oder nicht.\u201c Sagte eine per Computer verfremdete Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOk was sind Ihre Forderungen? Bis jetzt haben Sie meines Wissens keine gestellt.\u201c Erwiderte Jones.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMister Jones wir rufen Sie in 20 Minuten wieder an direkt auf Ihrem Diensthandy. Ab jetzt sprechen wir nur noch mit Ihnen. Sollten Sie nicht dran gehen oder eine andere Person wird direkt ein Geb\u00e4ude gesprengt. Haben Sie mich verstanden?\u201c erkundigte sich der Anrufer.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa das habe ich! Aber\u2026\u201c weiter kam Jesper nicht den das Gespr\u00e4ch wurde beendet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck wurden seit heute morgen alle eingehenden Gespr\u00e4che aufgezeichnet so musste Jesper dieses nicht vor allen Anwesenden wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gro\u00dfe Frage stand im Raum. Woher wusste der Anrufer das Jones ans Telefon gehen w\u00fcrde und sprach Ihn direkt beim Namen an, ob wohl er diesen nie genannt hatte und wieso wollten diese Personen nun nur noch mit Ihm reden?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper konnte es sich nicht erkl\u00e4ren in seinen Augen ist er ein normaler Oberinspektor des New Scotland Yard in London. Sowohl seine Vorgesetzten, Arbeitskollegen wie auch seine Freunde w\u00fcrden dies nicht best\u00e4tigen. Jesper ging immer andere Wege als der Standard und er hatte zu 90% Erfolg damit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gespr\u00e4che dauerten knappe 15 Minuten und so nutzen die&nbsp;&nbsp;Kollegen von Jesper die Zeit dazu sein Mobile entsprechend einzurichten. So konnten Sie alle Gespr\u00e4che live mith\u00f6ren ohne, dass eine weitere Partei dies merken w\u00fcrde und auch los gel\u00f6st davon, wo Jesper mit diesem war.<\/p>\n\n\n\n<p>In Jones Kopf ratterte was, der Anrufe hatte Handy gesagt und nicht Mobile wie es in Gro\u00df Britannien \u00fcblich war. Der Ausdruck Handy stammte vom europ\u00e4ischen Festland und war gerade in Deutschland sehr beliebt. Er kam aber nicht mehr dazu diesen Gedanken zu ende zu denken als bereits besagtes Mobile klingelte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMister Jones gehen Sie jetzt aus dem Geb\u00e4ude, in dem Sie sich befinden und fahren nach Soho. Wenn Sie an der Stadtteilgrenze angekommen sind, erhalten Sie weitere Anweisungen. Sie sollten in 15 Minuten da sein, damit sie Ihre Ziel vor der n\u00e4chsten Explosion erreichen.\u201c Diesmal klang die Stimme wie vorher aufgenommen und Jesper setzte sich direkt in Bewegung, denn er hatte eine sehr ungute Vorahnung was hier genau l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gedanke war schwammig und er konnte Ihn noch nicht fassen, aber Jones war sich zu 100 % sicher dieses Szenario zu kennen und auch den Verursacher schon mal begegnet zu sein. Er ging in die Tiefgarage und suchte nach seinem Auto. Doch es war nicht da. Wie sollte er nun nach Soho.<\/p>\n\n\n\n<p>Er ging zur\u00fcck&nbsp;&nbsp;zum Garagen Management und lie\u00df sich einen Wagen zuteilen, er hatte keine Zeit nach seinem eigenem Auto zu suchen. Mit dem neuem Wagen machte er sich direkt auf den Weg. Er hatte noch 10 Minuten f\u00fcr eine 13 Minuten Fahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper schaltete die Sirene an und dr\u00fcckte das Gas durch. Noch nie war er so schnell und so unter Druck durch seine Heimat gefahren. Dank der Evakuierungen und der Sirene kam er wirklich gut durch und war genau auf die geforderte Sekunde vor Ort. Doch der Anruf den er erwartete erfolgte nicht. Er wartete 5 Minuten, 10 Minuten und nach 15 Minuten rief er dann in der Zentrale an. Doch niemand ging ans Telefon und auch der Funkruf per Polizeifunk blieb in erster Instanz unbeantwortet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDies ist ein Notfallfunkspruch: Alle Einheiten erhalten hier mit den Befehl zur\u00fcck zu Ihren Standorten zur\u00fcckzukehren.&nbsp;&nbsp;Dies ist eine executive Order des amtierenden Chiefs in Command.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper war verwirrt. Wollten die Erpresser Ihn nur aus der Schussbahn haben und wenn ja wieso kam Ihm diese Vorgehensweise so unglaublich bekannt vor. Alle Fakten, welche sich bereits in Jones Kopf gesammelt hatten, ergaben noch keinen Sinn. Sie f\u00fchlten sich aber so an, als w\u00e4ren diese extra f\u00fcr Ihn. Konstruiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones nahm das Mikro des Funkger\u00e4tes in die Hand und war sich sicher egal was er jetzt sagen w\u00fcrde er w\u00fcrde daf\u00fcr entweder eine Medaille bekommen oder aus dem Job geworfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHier Sprich Oberinspektor Jesper Jones an alle im Au\u00dfendienst befindlichen Einheiten. Unsere Zentrale antwortet weder auf Funkspr\u00fcche noch auf telefonische Anliegen. Daher ist davon auszugehen, dass diese entweder eingenommen wurde von Unbekannten oder vernichtet wurde. Beides bedeutet, der letzte Funkspruch kommt nicht von einem offiziellen Vorgesetzten. Bitte ignorieren Sie diesen. Wir treffen uns am St\u00fctzpunk Alpha5 und werden dort zusammen die Lage einsch\u00e4tzen. Keine Best\u00e4tigung notwendig. Jones Ende\u201c sagte er und schaltete darauf hin das Funkger\u00e4t und alle weiteren Kommunikationsger\u00e4te aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jones fuhr los und schaltete sowohl Sirene wie auch den GPS Tracker des Autos aus. Alle Kollegen, welche seine Nachricht verstanden hatten, w\u00fcrden es Ihm gleich tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie waren in eine Falle gelaufen und dies mit sehendem Auge. Er konnte nicht einsch\u00e4tzen, wie hoch die Verluste waren, doch er war sich absolut sicher, dass dieses Ereignis Dinge so massiv ver\u00e4ndern w\u00fcrde, dass man den New Scotland Yard in einigen&nbsp;&nbsp;Jahren nicht wieder erkennen w\u00fcrde. Auch wusste er nicht, ob seine Kollegen die richtigen Schlussfolgerungen ziehen w\u00fcrden. F\u00fcr Jesper war klar dies war ein Angriff auf den Yard und damit auf die nationale Polizei. Er wollte gerade sein Mobile in die Hand nehmen und sich an die Geheimdienste wenden als er realisierte, dass er dies ja schon ausgeschaltet hatte. Anscheinend war auch er nicht ganz Herr der Lage. Wie aber auch sollte ein Mensch dies sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper fuhr 3 Stunden im Zick Zack durch London, um wirklich sicher zu stellen, dass er von niemandem verfolgt wurde. Erst dann nahm er den direkten Weg zum Treffpunkt. Dies war ein altes Geb\u00e4ude in SOHO welches durch den Yard erst vor 2 Jahren erworben wurde. Hier sollte eine neue Ausbildungsst\u00e4tte entstehen, welche sich f\u00fcr Fortbildungen und Spezialisierungen im Polizeidienst einer Metropole wie London spezialisieren sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis auf einige Klassenr\u00e4ume und eine Notfallzentrale im Bunker des Geb\u00e4udes war hier in den letzten Jahren allerdings noch nicht viel gebaut worden, das Geld fehlte einfach an allen Ecken und Kanten.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand au\u00dfer seinem Chef und den Abteilungsleitern der entsprechenden Abteilungen wussten von der Notfallzentrale. Jesper hatte dies auch nur erfahren als er Walter f\u00fcr einige Monate vertreten musste und so zum Abteilungsleiter in Vertretung wurde. Er war froh dieses Verantwortung wieder an Walter zur\u00fcck gegeben hatte. Denn in der Abteilungsleitung hatte man nicht mehr viel mit der eigentlichen Polizeiarbeit zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Walter sein bester Freund und Vorgesetzter und seine Frau Melinda befanden sich in New York und Jones war sehr froh dar\u00fcber. Er konnte ja nicht wissen, was die beiden dort erlebten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Treffpunkt angekommen suchte er sich einige Stra\u00dfen vor dem Geb\u00e4ude einen unauff\u00e4lligen Parkplatz und ging zu Fu\u00df zum Geb\u00e4ude. Jesper wollte sich die Lage erst einmal aus sicherer Entfernung angucken und einsch\u00e4tzen. Wie er schnell heraus gefunden hatte, standen. Ein Dutzend Polizei Autos vor dem Geb\u00e4ude und die entsprechenden Beamten fragten sich, was sie an einer Lehreinrichtung der Polizei suchten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper ging aus seiner Deckung und direkt auf die Kollegen zu. Es waren viele bekannte Gesichter vor Ort aber auch einige unbekannte. Auch ein zwei der anderen Abteilungsleiter waren vor Ort schienen es aber nicht f\u00fcr Notwendig zu halten die Lage zu erkl\u00e4ren und die Zentrale in Dienst zu stellen. So oblag dies Jesper. Er erkl\u00e4rte den Anwesenden kurz die Situation und warum er Sie hier hin gerufen habe. Die niedrigeren Dienstgrade wurden f\u00fcr den Wachdienst im Geb\u00e4ude und drum herum eingeteilt. Die Abteilungsleiter und h\u00f6heren Dienstgrade gingen mit Jones in die Zentrale und nahmen die Ger\u00e4te und somit die Zentrale in Ihren Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Stille machte sich breit als auf den Monitoren alle Polizeigeb\u00e4ude erschienen und diese von milit\u00e4risch gekleideten Personen bewacht wurden. Keine Landeszeichen keine Einheitenabzeichen waren ersichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte Notfallzentrale erschien und ein Raunen ging durch die Anwesenden. Kein Stein war mehr da, wo er sein sollte. Das Geb\u00e4ude war einfach weg. Nur noch ein Haufen Schutt war zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hatte nun das Kommando? Was sollten Sie nun tun? Warum griff man den Yard auf eine so radikale Weise an und wer waren die milit\u00e4risch angezogenen und bewaffneten Personen an den anderen Polizeistationen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Fragen waren offen, doch Jones besch\u00e4ftigte was anderes. Wieso war hier keiner. Er befand sich in der einzigen Einrichtung des Yard, wo augenscheinlich keine fremden Personen sich befanden. Oder war dies ein Insider Job und er hatte auch hier feindliches Personal vor Ort?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper sprach die Gruppe an:&nbsp;<em>Wir sind \u00fcberrannt worden, unsere Leitung ist gefangen genommen oder tot. Dies sind die aktuellen Voraussetzungen, von denen wir ausgehen m\u00fcssen. Des Weiteren k\u00f6nnen wir uns nicht sicher sein, ob ein Insider dies alles geplant hat und ob wir hier jedem vertrauen k\u00f6nnen. Dies gilt auch f\u00fcr unsere Runde hier.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Alle guckten sich an, doch keiner wollte was sagen. Jones hatte ausgesprochen, was alle dachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der New Scotland Yard und die Stadt London waren angegriffen worden, auf eine Art und Weise mit, der keiner gerechnet hatte. Zerst\u00f6rung und Tot lag in der Luft aber auch die Hoffnung die Dinge wieder in Ordnung zu bringen schwang mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein lauter Ton durchbrach die Stille und jegliche Gedanken:&nbsp;<em>&nbsp;An Alle verbleibenden Polizeikr\u00e4fte. Hier sprich Emilia Augustin ehemals Emilia Jones. Meine Gruppe und Ich sind f\u00fcr die Anschl\u00e4ge des heutigen Tages verantwortlich. Wir haben Ihre Leitung gefangen genommen. Wir fordern von der Stadt London 12 Millionen Pfund und die \u00dcbergabe von Inspektor Jesper Jones. Beides werden wir gegen die aktuellen Geiseln tauschen. Es wird keine weiteren Verhandlungen geben. Wir erwarten Ihre Antwort innerhalb einer Stunde auf dieser Funkfrequenz. Melden Sie sich nicht in der angegebenen Zeit werden wir anfangen die Geiseln hinzurichten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein kurzes Rauschen und die absolute Stille kehrte zur\u00fcck. Alle guckten Jesper an. Es waren misstrauische Blicke, anscheinend dachten einige er habe mit diesem Ungl\u00fcck etwas zu tun. Aber es waren auch feindliche und gef\u00e4hrliche Blicke vorhanden. Jones musste nun sehr gut \u00fcberlegen, was er sagte und wie es weitergehen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":3406,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","doc_tag":[],"class_list":["post-7071","docs","type-docs","status-publish","hentry"],"comment_count":0,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/7071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/docs"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7071"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/7071\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7072,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/7071\/revisions\/7072"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3406"}],"next":[{"title":"Die Statistik sagt NEIN (Jesper Jones 26)","link":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-03\/die-statistik-sagt-nein-jesper-jones-26","href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/7104"}],"prev":[{"title":"Ruhe vor dem Sturm (Jesper Jones 24)","link":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-03\/ruhe-vor-dem-sturm-jesper-jones-24","href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/6024"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"doc_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fdoc_tag&post=7071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}