{"id":3435,"date":"2024-06-15T22:55:03","date_gmt":"2024-06-15T20:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaper-tech.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-02\/jesper-jones-12"},"modified":"2024-07-16T09:26:44","modified_gmt":"2024-07-16T07:26:44","slug":"jesper-jones-12","status":"publish","type":"docs","link":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-02\/jesper-jones-12","title":{"rendered":"Neue Spuren &#8211; Neue Fragen (Jesper Jones 12)"},"content":{"rendered":"\n<p>Jesper hatte in den letzten Tagen einen guten Start gehabt. Die Digitalisierung seiner Arbeit und Kimberly Kain als seine Assistentin machten sich bereits bezahlt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zufrieden mit sich selbst stand Jones daher auch an heutigen morgen auf und freute sich auf die Dinge, die da kommen w\u00fcrden. Die Mysterien um den Brief seiner Frau lie\u00dfen Ihn weiterhin nicht los doch gab es aktuell keine Spur, der er weiterfolgen konnte und auch sein Freund bei der Polizei hatte nichts Weiteres herausfinden k\u00f6nnen. Sie traten Wort w\u00f6rtlich auf der Stelle, was diesen Fall anging.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit blieb Ihm nur \u00fcbrig auf einen neuen Fall zu hoffen und sich nun als erstes einen Kaffee zu machen. Jesper brauchte seinen morgendlichen Kaffee, durch ihn wurde er erst richtig wach.<\/p>\n\n\n\n<p>4 Tassen sp\u00e4ter klingelte es an der B\u00fcroschelle. Jesper hatte f\u00fcr den heutigen Tag schon fast nicht mehr mit Besuch gerechnet und so musste er sich beeilen, um von der K\u00fcche ins B\u00fcro zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort angekommen \u00f6ffnete er dem Besuch die T\u00fcr und war verwundert \u00fcber die eintretende Gestalt. Ein Mann maximal 1,30m gro\u00df mit dunklen Augen und knallroten Haaren. Die Stimme war sehr Bass lastig und maskulin, dies passte irgendwie nicht zu Jespers Bild von dem Mann, der dort vor Ihm stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Julius Trimagon stellt sich der Besucher vor. Ohne dass Jones irgendwas antworten konnte fing dieser direkt mit seinen Ausf\u00fchrungen an und \u00fcberh\u00e4ufte Jones fast schon mit W\u00f6rtern und Fakten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Julius T. war Zirkusdirektor gewesen und mittlerweilen im Ruhestand. Sein Alter konnte man auf Grund seiner Erscheinung nicht eindeutig zuordnen, er gab aber selbst an, um die 65 Jahre alt zu sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wirkte auf Jesper falsch, aber er konnte nicht genau ausmachen, was Ihn an dieser Aussage st\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Julius schilderte, dass einige seiner ehemaligen Kollegen festgenommen wurden. Es wurde Ihnen Raub vorgeworfen und die Diebesbeute wurde auch verteilt in den entsprechenden Wohnwagen aufgefunden. Er verb\u00fcrgte sich daf\u00fcr, dass seine Leute dies nie machen w\u00fcrden und so die Zirkusfamilie besch\u00e4men w\u00fcrden. Sie hatten alle Vorstrafen und hatten im Zirkus Ihre neue Familie gefunden und waren laut Herrn Trimagon ehrlich geworden, da keiner von Ihnen jemals zur\u00fcck ins Gef\u00e4ngnis wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wiederrum glaubte Jones Ihm direkt. Gaunerehre hin oder her, aber es kam Jesper schon merkw\u00fcrdig vor, dass die Beute geteilt und in den Wohnwagen verstaut war. Kein Dieb egal ob professionell oder verbl\u00f6det w\u00fcrde in seinen Augen so ein Risiko eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie es der Zufall wollte, hatten sich die verhafteten an Trimagon gewandt und um Hilfe gebeten. F\u00fcr einen Anwalt habe er nicht genug Geld schilderte er Jones.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun war es an Jones einige Fragen zu stellen denn die Geschichte war wirr und nicht leicht zu durch Schauen. Nat\u00fcrlich fragte er nach Feinden der Beschuldigten, Ihrem Arbeitsalltag wie auch nach den Tourdaten des Zirkus. Des Weiteren wollte er nat\u00fcrlich erfahren welche Hilfe sein Besucher sich von Ihm versprach.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antworten best\u00e4tigten Jones nur seinen Verdacht, die Herren wurden hereingelegt und die Polizei zufrieden mit dem schnellen Fahndungserfolg sah keine Notwendigkeit weitere Ermittlungen in andere Richtungen zu unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Julius Trimagon war mit Sicherheit nicht sein b\u00fcrgerlicher Name so weit war Jones sich sicher, aber dies wollte er nicht hinterfragen, immerhin bezahlte der Herr direkt Bar mit 5000 englischen Pfund. Das Einzige, was er daf\u00fcr haben wollte, waren Spuren zu den eigentlichen Dieben, welche er der Polizei \u00fcbergeben wolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper nahm den Auftrag an und gab Julius eine Visitenkarte mit seiner Mobilnummer. Er bat Ihn sich in zwei Tagen erneut zu melden und den Stand der Ermittlungen zu erfragen. Es war nicht un\u00fcblich das Jones keine Kontaktdaten seiner Klienten hatte, sondern diese sich bei Ihm meldeten, somit kam Ihm die Information Herr T. habe kein eigenes Telefon auch nicht sonderlich komisch vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Julius Trimagon verabschiedete sich h\u00f6fflich bei Jesper und versprach sich p\u00fcnktlich zu melden.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones ging an seinem Notebook und \u00f6ffnete sein Ermittlungsportal, um den neuen Fall einzupflegen. Doch dort stand nur: WARTUNGEN bitte haben Sie Geduld.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sollte das denn nun. Direkt griff er zum Telefon und rief Kimberly an wieso sein Ermittlungsportal nicht online sei. Diese schilderte Ihm Kurz und Knapp welche technischen \u00c4nderungen sie gerade machte und dass daher ein Arbeiten erst in zwei Stunden wieder m\u00f6glich w\u00e4re. Naja Kimberly war ja seine Assistentin als diktierte er Ihr alle Daten und bat sie diese nach der Wartung f\u00fchr Ihn zu hinterlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also schloss Jones sein Notebook wieder und rief bei Walter K\u00f6nig im Pr\u00e4sidium an. Er wollte sich bei seinem Freund \u00fcber die Beschuldigten und die Ermittlungen erkundigen. Doch Walter war nicht da, ein junger Polizist teilte Ihm mit das Kommissar K\u00f6nig zu einer Ermittlung au\u00dfer Haus sein und erst am sp\u00e4ten Abend wieder im Haus sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sollte Jones nun machen. Zum Zirkus gehen und die Leute dort befragen w\u00fcrde nichts bringen, keiner w\u00fcrde mit Ihm reden, wenn Julius Trimagon nicht bei Ihm w\u00e4re und diesen konnte er ja nicht erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war also ein toter Tag in seinen Augen. Doch ganz unt\u00e4tig wollte er nicht sein also ging er in seiner Bibliothek, wo der gro\u00dfe Mac stand. Er schaltete diesen ein und Googelte den Zirkus im Netz. Viel konnte er dabei jedoch auch nicht rausfinden. Der Zirkus war 1908 von einer Schaustellerfamilie aus Wales gegr\u00fcndet worden und war immer noch im Familien Besitz. Somit tourte er seit mehr als 100 Jahren zwischen Wales und London hin und her. Wichtig war hier jedoch zu erw\u00e4hnen, dass es sich mehr um einen mobilen Freizeitpark handelte und keine Tiere im Zirkus zu sehen waren. Buden und Fahrgesch\u00e4fte, Wahrsager und Grusel Events waren das Markenzeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>KREATIVE PAUSE?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper dachte er habe was geh\u00f6rt und da war es erneut:<\/p>\n\n\n\n<p>KREATIVE PAUSE?<\/p>\n\n\n\n<p>Woher kam dies und warum h\u00f6rte es sich an als w\u00fcrde seine Frau mit ihm sprechen?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper sprang auf musterte die Umgebung und versuchte sich zu erinnern aus welcher Richtung der Satz nun das zweite mal kam.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und erneut vernahm er: KREATIVE PAUSE?<\/p>\n\n\n\n<p>Es schien aus seinem B\u00fcro zu kommen. Wollte sich jemand einen makabren Scherz mit Ihm erlauben oder hatte er die T\u00fcr zum B\u00fcro nicht abgeschlossen? Jones eilte ins B\u00fcro, dort angekommen war es still nichts wirkte au\u00dfergew\u00f6hnlich. Er pr\u00fcfte die Au\u00dfent\u00fcr diese war fest verschlossen. Doch was war lag denn da auf seinem Schreibtisch. Ein Brief in der gleichen Optik wie der den er vor einigen Monaten erhalten hatte. Die Anschrift war in der Schrift seiner toten Frau geschrieben. Wie kam dieser auf seinen Tisch. Jones war sich absolut sicher diesen nicht \u00fcbersehen zu haben und auch nach dem sein Besucher da war und wieder gegangen war lag dort kein Brief, dies konnte er beschw\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit wackeligen Beinen und zitternden H\u00e4nden nahm er den Brief auf und \u00f6ffnete Ihn. Es war nur ein Satz zu lesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Suche nicht weiter!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jones griff zu seinem Mobil und rief Walter an, welcher sichtlich genervt auf Jespers Anruf reagierte, bis er den Grund erfuhr, denn auch Ihm lag viel an der L\u00f6sung der Vorkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>So versprach er Jones noch am selben Abend zu Ihm zu kommen und einen Kollegen der Spurensicherung mitzubringen damit Sie den Brief untersuchen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones war einverstanden, er machte Fotos vom Fundort der Umgebung wie auch vom Brief selbst und rief erneut Kimberly an. Diese war gut gelaunt und schein sich sehr \u00fcber den Anruf zu freuen. Jones teilte Ihr alle Fakten mit und fragte, wann er sein Portal wieder nutzen k\u00f6nne. Kimberly\u2019s Laune wurde schlagartig genervt und sie gab zu einem Fehler gemacht zu haben und m\u00fcsse diesen erst ausmerzen. Jesper wollte die ganzen Fachtermini gar nicht wissen, dieses Programmierzeugs waren eh b\u00f6hmische D\u00f6rfer f\u00fcr Ihn. So verabschiedete er sich von Kimberly und bat sie jedoch sich bei Ihm zu melden, falls das Portal morgen immer noch nicht funktionieren w\u00fcrde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So schnell wird man von der Technik abh\u00e4ngig dachte er nur und verlies nicht mehr so gut gelaunt wie am Morgen da B\u00fcro. Er ging zu Haust\u00fcr und wollte diese gerade \u00f6ffnen als sein Haustelefon klingelte. Nat\u00fcrlich ging Jesper ans Telefon doch bis auf ein Rauschen und kurze Wortfetzen verstand er nicht das geringste Wort. Sicher verw\u00e4hlt oder kein Empfang. Wenn es einer Person wichtig war Ihn zu kontaktieren w\u00fcrde diese sich sicher nochmal melden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Gedanken verlies Jesper das Haus und ging auf die andere Stra\u00dfenseite zum B\u00e4cker wo er sich erstmal was zu essen kaufte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Luft war k\u00fchl, aber sehr angenehm und so ging Jesper nicht zur\u00fcck ins Haus, sondern schlenderte wie ferngesteuert den \u00fcblichen Spaziergang ab. Erneut fand er sich am Soldatendenkmal. Es zog Ihn in letzter Zeit sehr oft hier hin. Nun wo er schon mal hier war, setzte er sich auf eine der Parkb\u00e4nke und fing in Ruhe an sein belegtes Br\u00f6tchen zu essen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst auf dem R\u00fcckweg nach Hause hatte Jesper die Gestalt entdeckt, welche Ihm seit dem Denkmal folgte, dies nicht gerade unauff\u00e4llig. Jones ging daher einen Umweg, um einen Zufall auszuschlie\u00dfen. Doch die Person folgte Ihm weiterhin.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Also gut dann gucken wir uns Dich mal etwas genauer an<\/em>&nbsp;dachte er sich und verschwand in einer Nebengasse. Die Person kam angerannt und stand nur 1 Meter von Jesper entfernt, doch sie konnte Ihn nicht sehen. Er sie daf\u00fcr um so besser und was er da sah, machte Ihn sehr traurig, aber auch w\u00fctend. Denn es war Ruth die beste Freundin seiner Frau.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Na Ruth wie kann ich Dir helfen? Wieso verfolgst Du mich. Wir haben uns seit Jahren nicht gesehen und ausgerechnet jetzt tauchst Du auf und verfolgst mich. Ziemlich ungeschickt m\u00f6chte ich hinzuf\u00fcgen.&nbsp;<\/em>Sagte Jones aus dem Nichts und trat mit einem Schritt ins Licht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ruth erschrak und man sah Ihr an, wie diese Situation sie \u00fcberforderte doch kein Wort verlies Ihren Mund. Sie schaute Ihne nur an und wollte weglaufen. Jesper hielt sie sacht am Arm fest und gab Ihr zu verstehen, dass Sie nun reden musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie resignierte und drehte sich langsam zu Ihm um.:&nbsp;<em>Ach Jesper es tut mir so leid. Ich habe Dich am Denkmal gesehen und wollte wissen, wie es Dir geht. Ja ich habe mich seid Emilias Tot nicht mehr gemeldet dies tut mir auch leid aber irgendwie hat es mich gerade einfach so gepackt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jesper \u00fcberzeugte diese Aussage nicht und dies sagte er Ihr direkt ins Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Verwunderung und Angst spiegelten sich darauf auf Ruths Gesicht. Jesper wusste nicht, wie er dies deuten sollte, immerhin war er keine furchteinfl\u00f6\u00dfende Person.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper wollte gerade was sagen als Ruth loslief und ihn so \u00fcberrumpelte, dass er nicht nachkam. Wieso war sie weggelaufen? Warum hatte sie Ihn verfolgt? Und wieso fand er immer mehr Fragen aber keine Antworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Er war nun wirklich schlecht gelaunt und drehte sich um, zur\u00fcck zur Hauptstra\u00dfe und auf den Weg nach Hause. Durch den Umweg brauchte er 30 Minuten bevor er endlich wieder in seinen eigenen 4 W\u00e4nden war. Kaum dort angekommen klingelte es schon wieder an der T\u00fcr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Walter K\u00f6nig war mit seinem Kollegen angekommen. Jones begleitete sie durch Haus in sein B\u00fcro und lie\u00df sie Ihre Arbeit machen. Jones war einfach gerade nicht nach einer gro\u00dfen Diskussion.<\/p>\n\n\n\n<p>Es dauerte eine ganze Stunde bis Walter seinen Kollegen entlie\u00df und Jesper die Ergebnisse vorstellen wollte. Doch Jesper war bereits ins Schlafzimmer verschwunden. Walter war irritiert und so beschloss er seinem Freund alles aufzuschreiben und als Notiz im B\u00fcro zu hinterlassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging auch er nach Hause und lie\u00df Jesper allein im Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesper hatte von alldem nichts mehr mitbekommen, seine Energie war erneut verpufft und er wollte nur ins Bett. Es war Ihm klar, dass Walter sicher irritiert sein w\u00fcrde, aber einen Weg finden w\u00fcrde Ihn zu informieren was gefunden wurde.&nbsp;&nbsp;Ein unruhiger Schlaf begleitete Jesper Jones diese Nacht und doch f\u00fchlte er sich erholt und erneut positiv gestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie jeden Morgen ging es erst in die K\u00fcche f\u00fcr einen Kaffee und danach ins B\u00fcro.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Zettel von Walter studierte er noch bevor er einen Schluck seines Kaffees zu sich nahm. Wie erwartet gab es keine Einbruchsspuren und auf dem Brief waren nur seine Fingerabdr\u00fccke gefunden worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Notebook wurde aufgeklappt und er steuerte sein Ermittlungsportal an. Es ging wieder und wie erwartet hatte seine Assistentin auch schon alle vorhandenen Daten zu einem neuen Fall hinzugef\u00fcgt. Jesper \u00f6ffnete den Fall seiner Frau und erg\u00e4nzte die k\u00fcrzlichen Vorkommen. Danach schloss er den Fall und guckte sich erneut alle Daten und Informationen des aktuellen Falles an. Sein Auftraggeber w\u00fcrde sich heute melden und Jesper hatte noch gar nichts in der Hand. Was sollte er Ihm nur sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum hatte er den Gedanken zu ende gesponnen Stand auch schon Julius Trimagon vor seiner B\u00fcrot\u00fcr. Jones lie\u00df Ihn ins B\u00fcro und schilderte seinen aktuellen Stand wie auch das er sich f\u00fcr die Versp\u00e4tung entschuldigte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Julius hingegen war begeistert und bot Ihm an mit Ihm zusammen auf den Rummel, ein anderes Wort f\u00fcr den Zirkus, zu gehen und Ihm zu helfen damit er auch Antworten von den Schaustellern bekommen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem war Jones nat\u00fcrlich nicht abgeneigt und so begaben sich beide zusammen auf den Zirkusplatz, wo zu dieser Zeit noch alles geschlossen war und es schon gruselig wirkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 4 Stunden und nicht mehr z\u00e4hlbaren Gespr\u00e4chen verabschiedete sich Jones von Julius und den Schaustellern und machte sich zur\u00fcck auf den Weg nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort fasste er die Gespr\u00e4che zusammen und speicherte diese nach den Namen der Befragten ab. W\u00e4hrend er diese alle in das System tippte, machte er einige Entdeckungen, die Ihm w\u00e4hrend der handschriftlichen Notizen nicht aufgefallen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle waren sich sicher, dass die Beschuldigten die Ihnen vorgeworfenen Taten nicht vollbracht haben und jeder hier auch die Besucher jederzeit in jeden Wohnwagen k\u00f6nne, da diese nie abgeschlossen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieso hatte die Polizei dies nicht ermittelt. Eventuell, weil kein Schausteller gerne mit externen Personen \u00fcber sowas sprach und schon gar nicht mit der Polizei.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies w\u00fcrde jedoch nicht reichen, um die Polizei dazu zu bewegen dies als neue Spur zu betrachten geschweige denn diese zu verfolgen. Mit den offenen Wohnwagen war die Anzahl der Verd\u00e4chtigen nun auf eine unendliche Zahl angewachsen, n\u00e4mlich an jeden Besucher des Zirkus in den letzten zwei Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Keiner und Jesper war sich da sehr sicher keiner konnte dies nachhalten bzw. nachverfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Mensch, der am Zirkusgel\u00e4nde vorbeikam, h\u00e4tte auch Zugriff auf die Wohnwagen gehabt haben k\u00f6nnen. Wie sollte er da nur einen oder mehrere neue Verd\u00e4chtige finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg vom B\u00fcro ins Wohnzimmer rief Jones daher seinen Freund Walter an und berichtete Ihm von seiner Ermittlung. Walter hatte auch keine Idee wie man diese Aufgabe bewerkstelligen solle, wie auch dass er Jesper recht gab, dass kein Beamter dieser Spur folgen w\u00fcrde solange nicht handfesteres vorhanden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Erneut trat Jesper Jones auf der Stelle, dies kam regelm\u00e4\u00dfig und \u00f6fter als Ihm lieb war in so ziemlich jedem Fall vor. Meistens hatte er aber eine kurz darauf die passende Idee wie er doch zu einer L\u00f6sung kam. Hier jedoch schien dies unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>All dies setzte er in die Kommentare seines Falles und war sehr stolz die Aktenf\u00fchrung so diszipliniert zu verfolgen. Wie jeden Abend um 22 Uhr beendete er seine Arbeit und ging hoch ins Wohnzimmer. Doch heute wollte er kein TV gucken. Er machte sich seine Lieblingsschallplatte an und genoss den unvergleichlichen Klang einer Vinylaufnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wurde er in seinem Sessel wach und f\u00fchlte sich ziemlich ger\u00e4dert. Der Sessel war nun mal nicht zum Schlafen gedacht. Jesper streckte sich und ging direkt ins B\u00fcro, er wollte seine Notizen nochmals lesen, bevor er sich einen Kaffee machte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Heureka das ist es!&nbsp;<\/em>Schallte es durch Jones Haus. Er hatte die L\u00f6sung gefunden. Frei nach Sherlok Holmes ist das Unm\u00f6gliche die Wahrheit egal wie abwegig dies auch erscheint, wenn man alle anderen M\u00f6glichkeiten ausschlie\u00dfen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones war sich nun sicher er wusste, wer der T\u00e4ter ist und warum er die Beschuldigten hereingelegt hat. Sofort rief er Walter an und bat diesen mit einer kleinen zivilen Polizeitruppe in einer Stunde auf dem Zirkusplatz zu erscheinen und sich bereit zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones zog sich rasch um und machte sich auf den Weg zum Zirkusgel\u00e4nde. Dort angekommen rief er alle Schausteller zusammen und berichtete Ihnen, dass er w\u00fcsste, wer Ihre Kollegen rein geritten habe und er dies in der n\u00e4chsten halben Stunde beweisen w\u00fcrde. Nach dieser Ansprache ging Jones zu Schie\u00dfbude und wartete auf Walter und seine Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese verteilten sich unter den Besuchern und warteten auf ein Zeichen. Jones und K\u00f6nig hingegen blieben an der Schie\u00dfbude und warteten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es dauerte fast 3 Stunden, bis eine kleine und rundliche Gestalt zu den Wohnwagen eilte. Jones gab das Zeichen und die Falle schnappte zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Gestellt von der Polizei wurde der Clown des Zirkus festgesetzt. Danach rief Jones die Schausteller erneut zusammen und schilderte wie Ihr Freunden den Clown erwischten, wie er Diebesgut verstaute. Dieser drohte den M\u00e4nnern und Frauen, nachdem seine Bestechung wirkungslos blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Clown war kein richtiger Schausteller er war erst im letzten Ort als Ersatz f\u00fcr den Krankgewordenen Schausteller der Clown Figur dazu gekommen. Sein Name musste nun von der Polizei ermittelt werden. Die fehlende Beute wurde bei Ihm gefunden und so versprach Walter den restlichen Schaustellern, dass Ihre Freunde noch heute freigelassen wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Walter konnte sein Versprechen halten und so kamen Walter, Jesper wie auch das ermittelnde Team im Fall zu dem Vergn\u00fcgen einer Sondervorstellung des Zirkus die exklusive nur f\u00fcr Sie zug\u00e4nglich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Jones hatte erneut einen Fall abgeschlossen. Was die Umst\u00e4nde seiner Frau anging waren erneut mehr Fragen als Antworten offen. Nun wollte er aber nicht daran denken und genoss die Vorstellung der Schausteller.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":3405,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","doc_tag":[],"class_list":["post-3435","docs","type-docs","status-publish","hentry"],"comment_count":0,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/docs"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3435"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3435\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3447,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3435\/revisions\/3447"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3405"}],"next":[{"title":"Eine unruhige Nacht (Jesper Jones 13)","link":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-02\/jesper-jones-13","href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3436"}],"prev":[{"title":"Ein Neubeginn (Jesper Jones 11)","link":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/?docs=kurzgeschichten-by-leviathan\/jesper-jones-staffel-02\/jesper-jones-11","href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/docs\/3434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"doc_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.diebesgut-art.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fdoc_tag&post=3435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}