Jesper schaute sich in der Zentrale um, alle Blicke richteten sich auf Ihn.
„ Sir was machen wir denn nun wir können Sie doch nicht diesen Irren ausliefern?“ platze es auf dem jungen Rekruten heraus. Er sagte was die meisten dachten.
Jesper selber war sich da nicht so sicher, er wusste nun wer dort die Fäden in der Hand hielt und er wusste wie grausam und skrupellos Emilia sein konnte. Immerhin führte sie die Sekte Ihrer Familie nun seit einigen Jahren wieder. Jones und seiner Freunde waren der Sekte öfter in den Weg geraten und hatten Pläner vereitelt. Genau dies wird der Punkt sein wieso der Sturm nun um Ihn kreiste und er versuchen musste aus dem Auge des Sturms zu entkommen.
„Liebe Kollegen ich kenne sowohl diese Frau wie auch diese Gruppe, Es handelt sich um die Bruderschaft der Freya einer deutschen Technologiesekte. Ihre Anführerin ist meine ehemalige Ehefrau. Ich garantiere Ihnen Sie ist absolut skrupellos und wird Ihre Drohungen umsetzten, wenn Sie mich nicht bekommt. Daher werde ich jetzt mit den anderen anwesenden Abteilungsleitern mich zurück ziehen und wir werden uns über Optionen beraten. Der Rest von Ihnen hält hier die Stellung.“ Jesper sprach ruhig und sachlich er drehte sich um als er fertig war, und ging mit den angesprochenen Kollegen in den nächsten Raum.
Es dauerte keine 20 Minuten als Abteilungsleiter Marcello wieder in die Zentrale kam und das Funkgerät in die Hand nahm: „Madam wir werden Ihnen Inspektor Jones überstellen. Dies wird noch ca. 30 Minuten benötigen. Inspektor Jones wird sich allein und unbewaffnet am King’s Cross einfinden“
Marcello legte das Gerät wieder nieder und wendete sich an die Anwesenden: Kollegenich verstehe Eure Wut und Angst aber Inspektor Jones hat diese Vorgehensweise allein und gegen unsere ausdrückliche Meinung endschieden. Wir werden Ihn daher unterstützen, um weitere Blessuren von unseren Mitbürgern und der Stadt fern zu halten.“
Jesper war nicht wohl in seiner Haut, aber er hatte keine andere Wahl als sich Emilia zu stellen. Sie hatte einfach die bessere Ausgangsposition. Aber er würde wenigstens versuchen Ihr ein Schnippchen zu schlagen. So wurde Ihm ein kleines Peilsender unter die Haut implantiert, welcher laut dem anwesenden MI6 Kollegen so gut wie nicht zu orten sei, bei einer Kontrolle. Auch das moderne Pflaster, was wie Haut aussah, kannte er noch nicht. Anscheinend hatte er ein paar Neuigkeiten verpasst dachte Jones.
Zu Fuß verließ er die Zentrale und das Gelände. Die nächste Underground Station war nur 5 Minuten entfernt und bis King’s Cross waren es 20 Minuten fahrt, knapp, aber möglich. So ging er los allein mit seinen Gedanken. Warum war Emilia nun hier und wieso hatte Sie so einen Aufwand vollbracht, um Ihn in Ihre Hände zu bekommen. Dies wäre in den letzten Jahren an dutzenden von Situationen viel einfacher gewesen. Jesper konnte sich darauf keinen Reim machen. Aber er wusste dies musste er auch gar nicht, denn er würde es erfahren. Emilia wollte Ihn lebend.
Die Fahrt mit der Underground war wie immer. Es war voll, schwitzig und dreckig. Selten hatte er eine saubere Bahn erlebt. Auch wenn die Stadtverwaltung dies ändern wollte, war es einfach der Masse an Menschen in London geschuldet, dass dies ein Unterfangen war was bereits in der Planung zum Scheitern verurteilt war.
King’s Cross Gleis 3:
Jesper stand auf dem menschenleeren Gleis und wartete. Bereits eine halbe Stunde stand er hier und nichts passierte. Kein Attentäter, der Ihn erschoss oder eine Kontaktperson der Ihn zu den nächsten 10 Checkpoints schicken sollten. Nichts einfach nichts passierte.
Jones war verwirrt er kannte Emilia sehr gut und dies entsprach nicht Ihrer Planung, oder war dies ein Test, der Ihm gestellt wurde. Emilia wusste, wie ungeduldig er sein konnte.
Er endschied nicht länger zu warten, drehte sich um und ging zur Haupthalle. Genau in diesem Moment stand Sie da, einfach so. Mitten auf der Treppe in die Haupthalle.
„Hi Jesper, Du hast mir viel Kopfzerbrechen bereitet. Doch heute endet dies denn ich nehme Dich aus dem Spiel. Ich bin es müde mich gegen Dich zu stellen.“ Sagte Emilia mit sanfter Stimme.
Jones wusste nicht, was dies nun bedeuten würde. Er hatte mit viel gerechnet aber nicht damit. Sie war so freundlich und nahbar. Dabei hatte er doch mittler Weilen ein ganz anderes Bild von Ihr. Die skrupellose Sektenführerin die über Leichen ging. Doch davon sah er gerade nichts.
Zwei weitere Frauen kamen aus dem Schatten und stellten sich links und rechts von Emilia auf. Jesper diese beiden Damen werden Dich in eine Wohnung bringen, in der Du sicher bist. Nach einige Zeit werden Sie verschwinden und ab diesem Zeitpunkt steht es Dir frei wieder in Dein zu Hause zurück zu kehren denn sowohl meine Leute wie auch ich werden dann hier fertig sein und Ihre werdet uns nie wieder sehen. Erklärte Emilia Ihm kurz.
Jesper hatte natürlich wenig Option so fügte er sich und wurde von den beiden jugen Damen in eine gepanzerte Limousine gebracht. Die Fenster waren schwarz und die Scheibe zum Fahrer zu. So hatte Jesper keine Möglichkeit sich in irgendeiner Form optisch zu orientieren. Die Fahrt war ruhig und nach einer Stunde waren Sie an Ihrem Ziel angekommen.
Die beiden Frauen guckten sich an und die anscheinend ältere sprach Jesper an: Mr. Jones wir bringen Sie nun in dieses Haus dort dürfen Sie sich frei bewegen es aber nicht verlassen. Meine Kollegin und ich werden uns am Eingang einrichten. In ca. 3 Stunden werden wir diese Lokalität dann verlassen. Sie bleiben dann noch eine Stunde hier und verlassen das Haus nicht, denn erst dann sind alle Sicherheitsmaßnahmen deaktiviert und sie können das Haus ohne Gefahr verlassen. Haben Sie dies verstanden?
Jesper nickte nur. Er wollte sich nicht mit den beiden Frauen befassen. Sein Kopf arbeitete bereits an Fluchtszenarien.
Als er ausstieg, nahm er wahr, dass sie ins ländliche gefahren waren er war also einige Zeit entfernt von London. Das Haus vor Ihm machte einen guten Eindruck. Sonderbarerweise kam es Ihm auf eine merkwürdige Art und Weise bekannt vor. Jones war sich aber absolut sicher hier noch nie gewesen zu sein.
Er ging ins Haus und wie angekündigt nahmen die beiden Frauen direkt am Eingang platz. Er wusste er hatte nun einige Zeit also wollte er sich das Haus genau angucken. Es handelte sich um ein alter Herrenhaus des Adels. Ironischerweise hatte er und Emilia immer davon geträumt in so einem Haus mal zu wohnen und eine Familie hier groß zu ziehen.
Es fühlte sich nicht mehr, wie ein Sturm an und doch wusste er, dass er der Mittelpunkt des Sturms war. In London ging etwas vor was seine Anwesenheit hätte vereiteln können, nur deshalb hatte Emilia Ihn fortschaffen lassen. Auch war eine Ermordung an Ihm nicht sinnvoll, denn dann hätten alle Kollegen bis auf letzte Blut jagt auf Sie gemacht. Also war dies die einzige taktisch kluge Maßnahme frei nach dem Motto: Teile und herrsche.
Jesper ging soviel durch den Kopf doch er kam weder auf einen funktionierenden Fluchtplan noch zu einem anderem klaren Gedanken. So verging die Zeit und Jesper wanderte weiter durchs Haus. Plötzlich gab es einen lauten Knall und einen Schrei. Jesper rannte aus den Zimmer und die Treppe runter ins Erdgeschoss. Die beiden Frauen waren weg. Aber auch die Tür war weg. Ein riesiges Loch klafte in der Fassade. Draußen standen einige seiner Kollegen, die Ihn gesucht hatten. Dies war ja auch der Plan gewesen. Keiner traute sich auch nur einen Schritt auf das Haus zuzumachen.
JESPER da liegen MINEN. Schrie einer der Beamten. AHA das haben die beiden als Sicherheitsmaßnahmen gemeint. Jesper ging an das Loch heran und schrie zurück:“ versteckt Euch es muss gleich noch wer kommen der diese entschärft dies wurde mir so gesagt.“
Kein Bestätigung kam doch die Beamten zogen sich zurück. Hoffentlich würden die Komplizen das Loch einfach als Unfall ansehen.
Es dauerte eine Stunde, bis ein Fahrzeug kam und Personal in Militärkleidung ausstieg. Sie schauten zu Jesper und dann zum Loch. Jesper sahs fast schon provokativ in diesem. Jesper konnte keine Details bei den Personen ausmachen. Doch was er sah was eine Hand, welche eine Fernbedienung in der Hand hielt und auf diese drückte und sie danach ins Gras fallen ließ.w Die Personen drehten sich zu Ihre Fahrzeug um und fuhren weg. In diesem Moment kamen Jones Kollegen aus der Deckung und auch Jones verließ das Gelände. Ein kleiner Trupp hatte die Verfolgung der vermeintlichen Soldaten aufgenommen. Jones wurde von einem jungen Sergent über die Vorkommen in London informiert. Kurz nach seiner Festsetzung durch die Gruppe wurden sowohl die Asservatenkammer wie auch die Bank of England angegriffen und die eingefrorenen Werter der BDF wurden durch die Angreifer geraubt. Kurz danach war alles als sei nicht passiert. Der Funk ging wieder und die erste Zentrale meldete sich auch wieder. Verluste waren niedrig geblieben dank der frühen Evakuierungen. Es war ein Rekrut und ein Inspektor zu Schaden gekommen. Letzterer verstarb an seien wunden.
Jesper war beruhigt. Der Sturm war vorbei gezogen, ohne den erwarteten Schaden verursacht zu haben. Der Gedanke kam Ihm, dass es eventuell zu früh war den Sturm als beendet zu erklären. Immerhin musste Emilia mit Ihren Leuten ja auch noch flüchten und genau in diesem Moment wusste er es. Der Sturm ebbte ab, aber er war noch lange nicht weg. Kein konnte sagen was die nächsten Stunden bringen würden.
5 pm London New Scotland Yard Einsatzleitung:
Jesper berichtete seinen Vorgesetzten und ließ kein Detail aus. Auch seine Endscheidungen legte er nieder. Ja der Sturm frischte auf denn viele waren mit seinen Endscheidungen nicht einverstanden, auch wenn sie weiteren Schaden abgewendet hatten.
Jesper hatte fest damit gerechnet wieder zum Rekrut degradiert zu werden, aber es kam anders. Auch wenn nicht alle mit seinen Endscheidungen einverstanden waren, wurde Jesper Jones zum Oberinspektor und Abteilungsleiter der neuen Katastrophen und Kapitalverbrechens Einheit befördert. Das besondere er durfte sich jeden Beamten für sein Team selbst aussuchen.
Doch soweit war er noch nicht. Nun galt es erst einmal Emilia und Ihre Sekte zur Strecke zu bringen. Er ließ alle Flughäfen sperren und die privaten Flughäfen würden landesweit in fünf bis 10 Minuten durch bewaffnete Polizei und Militärhubschrauber besuch bekommen. Keine Maus würde die britischen Inseln unter seinem Befehl verlassen. Auch der Eurotunnel wurde geschlossen und alle Bahnhöfe wie auch alle Häfen wurden geschlossen und von einer Legion von Beamten unter die Lupe genommen. Jesper wollt diese Menschen festnehmen und Ihnen dem Gesetzt zuführen mit allen Mitteln, die man Ihm gab. Der Sturm frischte auf und gewann an Kraft, diesmal jedoch auf seiner Seite. Er wurde zum erbarmungslosen Jäger. Nicht mal Walter oder Melinda hätten Ihn jetzt stoppen können. Ach ja Melinda gut, dass Sie in New York war und diese Seite von Ihm nicht sehen musste. Emilia hatte etwas in Ihm ausgelöst und es war nicht gut. Doch genau so musste Jesper nun sein damit er Erfolg haben würde.
Die Schlinge zog sich immer enger und enger. Wie erwartet kam bereits nach wenigen Stunden die erste Erfolgsmeldung. Die Herrschaften und Damen vom Herrenhaus warengestellt worden und hatten sich ohne Gegenwehr festnehmen lassen. Als zweite Meldung kam eine nicht so gute Nachricht. Ein privat Jet wurde durch einen der Hubschrauber abgeschossen. Im Wrack waren nur die Piloten und die Beute zu finden.
Jesper wunderte sich. Mit wieviel Personal hatte Emilia dieses wahnsinnige Vorhaben ausgeführt. Waren es viel weniger als er dachte? Denn wie sollten er es sich sonst erklären, dass sowohl Emilia wie auch Ihre Helfer bis auf die festgenommenen Personen aus dem Herrenhaus wie verschluckt waren. Lange konnte er diese Art der landesweiten Abschottung nicht aufrecht erhalten, das wusste auch er wie auch sicher Emilia die auf eine Gelegenheit wartete. So stellte Jones Ihr eine Falle er lies zwei Wege auf den Kontinent öffnen und zog die Kräfte ab.
Nur so war es möglich die Sekte in Sicherheit zu glauben. Er wollte Sie alle, nicht nur seine Ex Frau, sondern wirklich alle. Der ewige Sturm sollte enden und so ließ er Emilia und Ihre Leute entkommen. Dank des Mi6 wussten Sie jedoch zu jeder Tages- und Nachtzeit, wo genau diese sich befanden.
Die Beute war geborgen und es fehlte nur ein Datenträger, den die Experten auch noch nicht entschlüsselt hatten. Also ein totaler Verlust. Jesper war froh diese Sturmböe überlebt zu haben. Nun ging es darum Vorbereitungen mit den Deutschen zutreffen, denn die Sekte war in die Alpen zurück gekehrt, wo anscheinend Ihre Basis lag. Der Deutsche BKA und der Bundesnachrichten Dienst beobachteten die Sekte und würden eingreifen, falls diese den Standort wechseln wollten. Doch erstmal blieb es ruhig.
Knapp zwei Wochen nach dem London Vorfall flogen Jesper Jones, Melinda Jones und Walter König mit einem SAS Trupp und zwei MI6 Kollegen in die Alpen, um der Sekte endlich ein Ende zu setzen.
D-Day 2025
Was für eine bunte Truppe dachte Jesper sich. BAK und BND hatten die Bergfestung gefunden. Umzingelt vom Spezialeinheiten der deutschen Polizei, des englischen SAS und der Sondereinheit von Jones sollte der Berg gestürmt werden. Dabei gingen die deutschen Kräfte als erstes rein und alle weiteren Beteiligten hatten die Aufgabe Bereiche zu sichern und einen geordneten Rückzug zu sichern. Denn keiner wusste, was auf Sie wartete. Nicht mal der deutsche Geheimdienst hatte Daten zu diesen Komplex.
Der Sturm war an seinem Höhepunkt angekommen und würde seine ganze Kraft auf den Berg niederprasseln lassen.
Ein Knall, lautes Schreien in deutscher Sprache und die ersten Schusswechsel kündigten den Anfang vom Ende an. Zum Glück war die Gegenwehr minimal und so kam Jesper bereits in gesicherte Bereiche, als er den Berg betrat. Sie gingen durch große Räume lange Flure und endlose Gänge bis zu in der Haupthalle ankamen. Hier waren lagen die ersten toten Verbündeten und so ging die SAS Einheit vor. Nach kurzen Widerstand standen Sie vor Ihr, Emilia Augustin. Sie richtete immer noch die Waffe auf die Eindringlinge, umzingelt von den englischen Elitesoldaten würde Ihr dies aber nicht viel bringen dachte Jesper. Und dann passierte es ein Knall helles Licht und Walter der sich vor Jesper warf. Alles passierte, wie in Zeitlupe und so merkte Jones gar nicht wie er auf Emilia anlegte und abdrückte. Die Kugel traf sie mitten zwischen die Augen. Emilia Augustin fiel wie in einem schlecht Film mit einem Lächeln im Gesicht. Das SAS Kommando fing sich und schaute ehrfürchtig auf den Yard Beamten. Niemand hatte damit gerechte das ausgerechnet Jesper seine Ex Frau niederstrecken würde.
Der Raum wurde gesichert und so begann der Sturm sich zu legen. Es war zu endlich zu Ende. Jahrzehnte des Zweifels, der Wut und Angst waren zu Ende. Jesper fühlte sich erleichtert und das, obwohl er zum ersten Mal jemanden erschossen hatte. Dies sollte nicht so leicht sein und dies war es auch nicht, aber dies würde er erst viel später merken.
Der Sturm endete. Eine Naturgewalt war gezähmt und alle beteiligten Menschen konnten wieder frei atmen. Niemand war sich da so sicher wie Melinda Jones, welche alles aus der zweiten Reihe mit angesehen hatte. Sie sah Ihren Mann und dieser wirkte befreit. Walter König konnte es nicht fassen so war seine Freundschaft darauf basierend zu Jesper, dass er Ihn für den Mörder seiner von Emilia gehalten hatte. In diesem Moment hatte er Recht behalten, wenn auch nicht so wie er es Jahre lang sich vorgestellt hatte. Jesper war sein bester Freund geworden und auch die letzten Stunden konnten dies nicht ändern, denn er kannte diesen Mann besser als jeden anderen. Jesper Jones war nie ein Mörder gewesen. Jesper Jones war vieles Psychologe, Ermittler, Privatdetektiv und nun New Scotland Yard Beamter aber vor alle war er ein guter und ans Recht glaubender Mann der sein Freund war und ist.
