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Ein Sturm zieh auf (Jesper Jones 25)

Melinda befand sich immer noch mit Walter in New York und Jesper hatte somit nun schon seit 8 Wochen die Leitung über die Abteilung im Yard. Der letzte Fall hatte Ihn emotional angegriffen und die Spuren waren deutlich zu sehen. Jesper war müde und Melinda fehlte Ihm. Er kam abends nach Hause in ein leeres Haus. Früher hatte Ihm dies nichts ausgemacht, aber mittlerweilen war Jesper einfach nicht mehr daran gewöhnt komplett allein in seinem Haus zu sein. Es fühlte sich kalt und still an wen Melinda nicht da war.

Natürlich mochte er auch mal Ruhe und zog sich dann meist in sein altes Büro im Keller zurück. Der Unterschied lag einfach daran, dass er direkt zu Ihr gehen konnte, wenn er das Verlangen hatte. Jesper fühlte sich nicht einsam, nein er fühlte sich allein. Für Ihn war dies ein Unterschied, denn Melinda war halt nur örtlich nicht da aber immer noch in seinem Leben, dies machte für Ihn den Unterschied zwischen einsam und allein sein aus.

Am heutigen Morgen war er zu spät aufgestanden und hatte daher sein Frühstück ausgelassen, um nicht mit großer Verspätung in den Yard zu kommen. Auch nach den mittlerweilen etlichen Jahren war es immer noch komisch. Er Jesper Jones Psychologe und Professor für Psychologie gab seine Professur auf um Detektiv zu werden nach dem Verschwinden seiner ersten Frau und nur wenige Jahre danach ist er Oberinspektor beim New Scotland Yard in London. Mittlerweilen hatte er den Nachweis erhalten, dass er als Profiler arbeiten, durfte auf Grund seiner vorherigen Berufsausbildungen, einen Test musste er trotzdem absolvieren.

Jesper war sehr stolz auf seine Erfolge und er war sich sicher auch seine Eltern wären stolz auf Ihn gewesen. Sein Vater ein alter Postbeamter wie er im Buche stand und seine Mutter eine Lehrerin für die deutsche Sprache hatten nie verstanden, wieso er an der Universität blieb und nicht als niedergelassener Psychologe arbeiten wollte.

So in der Reflektion der letzten 10 Jahre war sich Jesper hier auch nicht mehr sicher, aber diesen Gedanken schob er direkt wieder zur Seite. Das Auto näherte sich dem Yard und der Taxifahrer blieb vor dem Haupteingang stehen. „Jesper wir sind da ich wünsche noch einen schönen Tag, die Fahrt geht wie immer auf Deine Rechnung“ sagte der Fahrer. Jesper bedankte sich und machte sich auf den Weg in sein Büro.

Jones kam nicht mal bis zur Eingangstür da rannten Kollegen aus der Tür und schrien wild um sich. Er war noch zu weit weg, um ein klares Wort zu verstehen, doch die Gesten der Kollegen signalisierten. WEG SOFORT WEG.

Weiter Personen wurden geordnet, aber schnell aus dem Gebäude geführt und wenn er dachte es wären endlich alle raus kam die nächste und wieder die nächste Gruppe.

Es war eindeutig das Gebäude des New Scotland Yard in London wurde evakuiert.

Jesper griff zu seinem Diensttelefon und rief seinen Chef den Commissioner an, um sich zu erkundigen was hier los war und wie er sich jetzt verhalten sollte. Immerhin hatte er die Verantwortung für alle Kollegen seiner Abteilung.

Das Gespräch war so kurz, dass selbst Jesper verwundert war. Seine Abteilung war bereits evakuiert und der Commissioner befand sich auch nicht mehr im Gebäude. Man habe heute auch gar nicht mit Ihm gerechnet, da die Kollegen sich sicher waren er wäre heute im Außendienst.

Jesper wunderte sich über diese Aussage sehr, aber er war sich sicher, dass hier einer seiner Kollegen Ihn schützen wollte, denn er war trotz all der Eile 30 Minuten zu spät.

Oberinspektor Jesper Jones war nie zu spät auch nicht mal eine Minute. So hieß es im Yard und darauf war er auch sehr stolz.

Nun wusste er aber immer noch nicht warum das Polizeigebäude geräumt wurden, denn sein Chef hatte Ihm nur mitgeteilt, dass er sich bitte in die Außenstelle begeben mag und Ihn dort treffen würde. In welcher hatte der Chef nicht mitgeteilt und dies war nun sein primäres Problem, denn es gab allein in London City 5 weitere Außenstellen, die der Öffentlichkeit zugänglich waren und weitere 10 welche nicht offensichtlich dem Yard zugeordnete werden konnten.

Zu welcher sollte Jesper denn nun gehen? Er entschied sich daher den anderen Beamten zu folgen und hoffte, dass diese in die gleiche Stelle abgeordnet wurden. Es wäre natürlich möglich gewesen nochmal das Mobile zu nutzen und sich beim Chef direkt zu erkundigen, wo er denn nun hin müsste aber wie man das kennt , dies wäre zu einfach gewesen. Somit kam Jesper natürlich nicht am richtigen Ort an und musste dort sich mit dem Wachhabenden auseinander setzten, um die entsprechende Information zu erhalten.

Somit dauerte es zwei Stunden, bis Jesper endlich im richtigen Bürokomplex erschien und direkt von seinem Chef mit einem „ Ach, wie schön der Herr Oberinspektor ist auch mal angekommen“ begrüßt wurde. Jesper antwortete nicht, denn egal was er nun sagen würde, es konnte nur falsch sein. Danach wandte er sich von Jesper ab und begann ein Gespräch mit einer Gruppe von weiteren Personen.

Das Büro, in dem er nun war, war eingerichtet wie eine Kommandozentrale aus diesen Actionfilmen, welche die heutige Jugend sich so gern anguckte. Auch für Ihn war dies sehr beeindruckend. Sein Chef unterhielt sich gerade mit Personen der Stadtverwaltung und des Katastrophenschutzes. Jones hat diese Menschen leider schon viel zu oft gesehen und konnte Sie daher sehr gut den einzelnen Aufgabenbereichen zu ordnen.

Es dauerte eine Weile, bis ein großes Meeting mit allen Beteiligten organisiert und eingeleitet werden könne. Jesper hatte in dieser Zeit nichts zu tun und so suchte er die erst einmal die Kantine auf und besorgte sich einen Kaffee und ein Brötchen. Nach dem Genuss dieser kleinen Unterbrechung ging er zurück ins Büro, wo bereits alle Vorbereitungen abgeschlossen waren. Er setzte sich auf den Ihm zugewiesenen Platz und wartete auf den Beginn des Meetings. Das ganze Meeting dauerte fast vier Stunden und wie Jesper für sich zusammenfasste war dies auch wirklich notwendig.

Am frühen Morgen erreichte den New Scotland Yard und der Stadtverwaltung gleichzeitig ein Video, in dem mehrere Anschläge auf staatliche Institutionen angekündigt wurden. Diese sollten den Verantwortlichen zeigen, wie ernst die Gruppe hinter diesen es meinte. 

Es gab keine Forderungen nur die Ankündigung und eine Botschaft, dass man in Kürze sich melden würde. Es wurde sogar darum geben einige Gebäude zu räumen und zu sichern damit hier keine zivilen Verluste eintreten würden. Denn der Staat und nicht seine Bevölkerung wäre der Feind.

Al dies erinnerte stark an die historischen Attentate von irischen Terrorristen Ende der 1900er. Dies war aber auszuschließen, denn damals wurden zivile Opfer toleriert. Hinzu kam das Jesper sich aus einem Ihm nicht bekannten Grund sich absolut sicher war, dass hier was ganz anderes vor ging als eine Attentatswelle. Natürlich würde Ihm dies niemand glauben. 

Jones war froh das Walter und Melinda in New York waren und von der ganzen Aufregung nichts mitbekommen würden diese hatten Ihre eigenen Probleme mit Ihrem Fall wie er vermutete.

Kaum war er zurück in der Zentrale passierte es, von allen bedrohten Gebäuden kam die Bestätigung das sie geräumt wurden. Die letzten Beamten zogen sich gerade zurück als es mehrere laute Knallen gab und auf Ihrem Monitor eine evakuierte Schule mit einer riesengroßen Explosion im nichts verschwand. Kein weiteres Gebäude nur eine Middle School. Alle guckten sich verwundert an denn es traf das Gebäude, welche die Risikomatrix nicht bedacht hatte. Natürlich hatte man es trotzdem evakuiert.

Alle guckten sich ratlos an. Was war hier gerade passiert? Jesper erholte sich am schnellsten? „Wieso die Schule und wieso nicht die Bank oder unser Gebäude? Und verdammt noch eins da muss doch wer vor Ort gewesen sein so viel Glück mit der Evakuierung können wir nicht gehabt haben“ äußerte er laut.

Jesper sollte Recht behalten, denn noch kurz vor Ende der Evakuierung fuhr ein kleiner Transporter mit der Aufschrift: „Imperial Cleaning“ vor und parkte unweit der Schule. Die Schüller gingen geordnet mir Ihren Lehrern zu Ihrem Evakuierungsspot, welcher durch die Polizei festgelegt wurde. Die Schüler mussten zwei volle Kilometer laufen und genau in der Sekunde wo die Kolone an Schülern und Lehrern um die Straßen Ecke gingen fuhr der Transporter an und die ersten Explosionen waren zu hören. Keinem Polizisten und auch keinem anderen Menschen war dies aufgefallen. Nur eine kleine Überwachungskamera eines Elektronikladens nahm dies auf. Dies konnte niemand wissen und auch die Insassen des Transporters hatten diesen kleinen Fehler nicht bemerkt.

In der Zentrale des New Scotland Yard klingelt ein Telefon und durch einen anscheinenden Zufall ging natürlich Jesper an dieses.

„ Ah Mister Jones schön, dass Sie dran gehen Sie haben unser Werk ja sicher schon gesehen. Wir werden ab jetzt jede Stunde ein öffentliches Gebäude sprengen, egal ob es evakuiert ist oder nicht.“ Sagte eine per Computer verfremdete Stimme.

„Ok was sind Ihre Forderungen? Bis jetzt haben Sie meines Wissens keine gestellt.“ Erwiderte Jones.

„Mister Jones wir rufen Sie in 20 Minuten wieder an direkt auf Ihrem Diensthandy. Ab jetzt sprechen wir nur noch mit Ihnen. Sollten Sie nicht dran gehen oder eine andere Person wird direkt ein Gebäude gesprengt. Haben Sie mich verstanden?“ erkundigte sich der Anrufer.

„Ja das habe ich! Aber…“ weiter kam Jesper nicht den das Gespräch wurde beendet. 

Zum Glück wurden seit heute morgen alle eingehenden Gespräche aufgezeichnet so musste Jesper dieses nicht vor allen Anwesenden wiederholen.

Eine große Frage stand im Raum. Woher wusste der Anrufer das Jones ans Telefon gehen würde und sprach Ihn direkt beim Namen an, ob wohl er diesen nie genannt hatte und wieso wollten diese Personen nun nur noch mit Ihm reden?

Jesper konnte es sich nicht erklären in seinen Augen ist er ein normaler Oberinspektor des New Scotland Yard in London. Sowohl seine Vorgesetzten, Arbeitskollegen wie auch seine Freunde würden dies nicht bestätigen. Jesper ging immer andere Wege als der Standard und er hatte zu 90% Erfolg damit.

Die Gespräche dauerten knappe 15 Minuten und so nutzen die  Kollegen von Jesper die Zeit dazu sein Mobile entsprechend einzurichten. So konnten Sie alle Gespräche live mithören ohne, dass eine weitere Partei dies merken würde und auch los gelöst davon, wo Jesper mit diesem war.

In Jones Kopf ratterte was, der Anrufe hatte Handy gesagt und nicht Mobile wie es in Groß Britannien üblich war. Der Ausdruck Handy stammte vom europäischen Festland und war gerade in Deutschland sehr beliebt. Er kam aber nicht mehr dazu diesen Gedanken zu ende zu denken als bereits besagtes Mobile klingelte.

„Mister Jones gehen Sie jetzt aus dem Gebäude, in dem Sie sich befinden und fahren nach Soho. Wenn Sie an der Stadtteilgrenze angekommen sind, erhalten Sie weitere Anweisungen. Sie sollten in 15 Minuten da sein, damit sie Ihre Ziel vor der nächsten Explosion erreichen.“ Diesmal klang die Stimme wie vorher aufgenommen und Jesper setzte sich direkt in Bewegung, denn er hatte eine sehr ungute Vorahnung was hier genau läuft.

Der Gedanke war schwammig und er konnte Ihn noch nicht fassen, aber Jones war sich zu 100 % sicher dieses Szenario zu kennen und auch den Verursacher schon mal begegnet zu sein. Er ging in die Tiefgarage und suchte nach seinem Auto. Doch es war nicht da. Wie sollte er nun nach Soho.

Er ging zurück  zum Garagen Management und ließ sich einen Wagen zuteilen, er hatte keine Zeit nach seinem eigenem Auto zu suchen. Mit dem neuem Wagen machte er sich direkt auf den Weg. Er hatte noch 10 Minuten für eine 13 Minuten Fahrt.

Jesper schaltete die Sirene an und drückte das Gas durch. Noch nie war er so schnell und so unter Druck durch seine Heimat gefahren. Dank der Evakuierungen und der Sirene kam er wirklich gut durch und war genau auf die geforderte Sekunde vor Ort. Doch der Anruf den er erwartete erfolgte nicht. Er wartete 5 Minuten, 10 Minuten und nach 15 Minuten rief er dann in der Zentrale an. Doch niemand ging ans Telefon und auch der Funkruf per Polizeifunk blieb in erster Instanz unbeantwortet. 

„Dies ist ein Notfallfunkspruch: Alle Einheiten erhalten hier mit den Befehl zurück zu Ihren Standorten zurückzukehren.  Dies ist eine executive Order des amtierenden Chiefs in Command.“

Jesper war verwirrt. Wollten die Erpresser Ihn nur aus der Schussbahn haben und wenn ja wieso kam Ihm diese Vorgehensweise so unglaublich bekannt vor. Alle Fakten, welche sich bereits in Jones Kopf gesammelt hatten, ergaben noch keinen Sinn. Sie fühlten sich aber so an, als wären diese extra für Ihn. Konstruiert worden.

Jones nahm das Mikro des Funkgerätes in die Hand und war sich sicher egal was er jetzt sagen würde er würde dafür entweder eine Medaille bekommen oder aus dem Job geworfen werden.

„Hier Sprich Oberinspektor Jesper Jones an alle im Außendienst befindlichen Einheiten. Unsere Zentrale antwortet weder auf Funksprüche noch auf telefonische Anliegen. Daher ist davon auszugehen, dass diese entweder eingenommen wurde von Unbekannten oder vernichtet wurde. Beides bedeutet, der letzte Funkspruch kommt nicht von einem offiziellen Vorgesetzten. Bitte ignorieren Sie diesen. Wir treffen uns am Stützpunk Alpha5 und werden dort zusammen die Lage einschätzen. Keine Bestätigung notwendig. Jones Ende“ sagte er und schaltete darauf hin das Funkgerät und alle weiteren Kommunikationsgeräte aus. 

Jones fuhr los und schaltete sowohl Sirene wie auch den GPS Tracker des Autos aus. Alle Kollegen, welche seine Nachricht verstanden hatten, würden es Ihm gleich tun.

Sie waren in eine Falle gelaufen und dies mit sehendem Auge. Er konnte nicht einschätzen, wie hoch die Verluste waren, doch er war sich absolut sicher, dass dieses Ereignis Dinge so massiv verändern würde, dass man den New Scotland Yard in einigen  Jahren nicht wieder erkennen würde. Auch wusste er nicht, ob seine Kollegen die richtigen Schlussfolgerungen ziehen würden. Für Jesper war klar dies war ein Angriff auf den Yard und damit auf die nationale Polizei. Er wollte gerade sein Mobile in die Hand nehmen und sich an die Geheimdienste wenden als er realisierte, dass er dies ja schon ausgeschaltet hatte. Anscheinend war auch er nicht ganz Herr der Lage. Wie aber auch sollte ein Mensch dies sein?

Jesper fuhr 3 Stunden im Zick Zack durch London, um wirklich sicher zu stellen, dass er von niemandem verfolgt wurde. Erst dann nahm er den direkten Weg zum Treffpunkt. Dies war ein altes Gebäude in SOHO welches durch den Yard erst vor 2 Jahren erworben wurde. Hier sollte eine neue Ausbildungsstätte entstehen, welche sich für Fortbildungen und Spezialisierungen im Polizeidienst einer Metropole wie London spezialisieren sollte.

Bis auf einige Klassenräume und eine Notfallzentrale im Bunker des Gebäudes war hier in den letzten Jahren allerdings noch nicht viel gebaut worden, das Geld fehlte einfach an allen Ecken und Kanten.

Niemand außer seinem Chef und den Abteilungsleitern der entsprechenden Abteilungen wussten von der Notfallzentrale. Jesper hatte dies auch nur erfahren als er Walter für einige Monate vertreten musste und so zum Abteilungsleiter in Vertretung wurde. Er war froh dieses Verantwortung wieder an Walter zurück gegeben hatte. Denn in der Abteilungsleitung hatte man nicht mehr viel mit der eigentlichen Polizeiarbeit zu tun.

Walter sein bester Freund und Vorgesetzter und seine Frau Melinda befanden sich in New York und Jones war sehr froh darüber. Er konnte ja nicht wissen, was die beiden dort erlebten.

Am Treffpunkt angekommen suchte er sich einige Straßen vor dem Gebäude einen unauffälligen Parkplatz und ging zu Fuß zum Gebäude. Jesper wollte sich die Lage erst einmal aus sicherer Entfernung angucken und einschätzen. Wie er schnell heraus gefunden hatte, standen. Ein Dutzend Polizei Autos vor dem Gebäude und die entsprechenden Beamten fragten sich, was sie an einer Lehreinrichtung der Polizei suchten.

Jesper ging aus seiner Deckung und direkt auf die Kollegen zu. Es waren viele bekannte Gesichter vor Ort aber auch einige unbekannte. Auch ein zwei der anderen Abteilungsleiter waren vor Ort schienen es aber nicht für Notwendig zu halten die Lage zu erklären und die Zentrale in Dienst zu stellen. So oblag dies Jesper. Er erklärte den Anwesenden kurz die Situation und warum er Sie hier hin gerufen habe. Die niedrigeren Dienstgrade wurden für den Wachdienst im Gebäude und drum herum eingeteilt. Die Abteilungsleiter und höheren Dienstgrade gingen mit Jones in die Zentrale und nahmen die Geräte und somit die Zentrale in Ihren Dienst.

Stille machte sich breit als auf den Monitoren alle Polizeigebäude erschienen und diese von militärisch gekleideten Personen bewacht wurden. Keine Landeszeichen keine Einheitenabzeichen waren ersichtlich.

Die alte Notfallzentrale erschien und ein Raunen ging durch die Anwesenden. Kein Stein war mehr da, wo er sein sollte. Das Gebäude war einfach weg. Nur noch ein Haufen Schutt war zu sehen.

Wer hatte nun das Kommando? Was sollten Sie nun tun? Warum griff man den Yard auf eine so radikale Weise an und wer waren die militärisch angezogenen und bewaffneten Personen an den anderen Polizeistationen. 

Viele Fragen waren offen, doch Jones beschäftigte was anderes. Wieso war hier keiner. Er befand sich in der einzigen Einrichtung des Yard, wo augenscheinlich keine fremden Personen sich befanden. Oder war dies ein Insider Job und er hatte auch hier feindliches Personal vor Ort?

Jesper sprach die Gruppe an: Wir sind überrannt worden, unsere Leitung ist gefangen genommen oder tot. Dies sind die aktuellen Voraussetzungen, von denen wir ausgehen müssen. Des Weiteren können wir uns nicht sicher sein, ob ein Insider dies alles geplant hat und ob wir hier jedem vertrauen können. Dies gilt auch für unsere Runde hier.

Alle guckten sich an, doch keiner wollte was sagen. Jones hatte ausgesprochen, was alle dachten.

Der New Scotland Yard und die Stadt London waren angegriffen worden, auf eine Art und Weise mit, der keiner gerechnet hatte. Zerstörung und Tot lag in der Luft aber auch die Hoffnung die Dinge wieder in Ordnung zu bringen schwang mit.

Ein lauter Ton durchbrach die Stille und jegliche Gedanken:  An Alle verbleibenden Polizeikräfte. Hier sprich Emilia Augustin ehemals Emilia Jones. Meine Gruppe und Ich sind für die Anschläge des heutigen Tages verantwortlich. Wir haben Ihre Leitung gefangen genommen. Wir fordern von der Stadt London 12 Millionen Pfund und die Übergabe von Inspektor Jesper Jones. Beides werden wir gegen die aktuellen Geiseln tauschen. Es wird keine weiteren Verhandlungen geben. Wir erwarten Ihre Antwort innerhalb einer Stunde auf dieser Funkfrequenz. Melden Sie sich nicht in der angegebenen Zeit werden wir anfangen die Geiseln hinzurichten.

Ein kurzes Rauschen und die absolute Stille kehrte zurück. Alle guckten Jesper an. Es waren misstrauische Blicke, anscheinend dachten einige er habe mit diesem Unglück etwas zu tun. Aber es waren auch feindliche und gefährliche Blicke vorhanden. Jones musste nun sehr gut überlegen, was er sagte und wie es weitergehen sollte.